per eMail empfehlen


   

Kommentar

Sicher ist nicht genug

Sprechen wir Klartext: Bei dem Unfall am vergangenen Freitag in Wannweil haben die 500 Fahrgäste im Regionalexpress großes Glück gehabt. Man darf hier durchaus von einer Katastrophe sprechen, an der sie haarscharf vorbeigeschrammt sind.

Anzeige


 

Gar nicht auszudenken, wenn der Lastwagenanhänger in einem anderen Winkel zu den Gleisen gestanden wäre, wenn die Lok den Lastwagen und nicht den Anhänger gerammt und der Lokführer weniger schnell reagiert hätte – wenn Leute am Übergang gewartet hätten, der Zug entgleist wäre ...

Vor diesem Hintergrund muss man sich die Worte des in unserem Artikel zitierten Bahnsprechers auf der Zunge zergehen lassen: „Wir haben den Übergang so gesichert, dass nichts passieren kann.“

Und wenn doch etwas passiert, sei das kein Argument, über die Verlegung des Bahnübergangs nachzudenken. Das klingt ein bisschen wie nach der Scherzregel „Paragraf 1: Ich habe immer Recht. Paragraf 2: Wenn ich mal nicht Recht habe, tritt automatisch Paragraf eins in Kraft.“

Selbstverständlich muss nach diesem Unfall neu über alte Argumente nachgedacht werden. Und das gilt auch für das Verkehrsgutachten aus dem Jahr 1995, auf das sich Bürgermeisterin Anette Rösch stützt. Denn Gegenverkehr, beweist der Unfall vom Freitag, schränkt die Leistungsfähigkeit des Bahnübergangs erheblich ein.

Das Mindeste, was jetzt verfügt werden muss, ist ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen. Lässt sich dieses nicht durchsetzen, könnten Ampeln Abhilfe schaffen, die so weit entfernt vom Bahnübergang aufgestellt werden, dass sich größere Kaliber nicht mehr behindern können. Am sichersten freilich ist es, Übergänge überflüssig zu machen.

Bernd Ulrich Steinhilber

02.08.2012 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Anzeige


Bildergalerien und Videos

Weihnachtsbasar in Taipeh

Basketball: Alba schlägt Tigers mit 90:68

Gasexplosion in der Dußlinger Merianrealschule

Freihandelsabkommen ja oder nein?

Turner-Weihnachtszirkus der Spvgg Mössingen

Tübinger Weihnachtsmarkt 2014

Montagsdemo: 500 Mal gegen Hartz IV

Das Ammertal - Refugium für seltene Tiere

SSC Tübingen schlägt Altingen 3:2

2670 Starter beim Tübinger Nikolauslauf

TVR fordert Serienmeister vom Bodensee

Die Chocolart lockt Schokofans nach Tübingen

Die Bambam-Band lädt zum Nikolaus-Benefiz-Konzert

Sepp Buchegger: Advent Advent 2014

Talheim unterliegt Frommenhausen 0:3 Millipay Micropayment

Basketball: Tübingen unterliegt Göttingen

BFA-Gelände: Eine Forschungsanstalt im Dornröschenschlaf

Die erste Saison-Niederlage des TVR in Bildern

Anzeige


Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Die Woche im Rückklick
Artikelbild: Gasexplosion an der Dußlinger Realschule auf dem Höhnisch

Wissen, was war

Die Woche vom 13. bis 19. Dezember: Gasexplosion an Schule, Kaya Yanar in der Kinderklinik und ein hungriger Dieb

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Das TAGBLATT-Zeitungsarchiv
Artikelbild: Das Redaktionsarchiv des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS

Sie suchen? Wir finden.

Wer kennt das nicht: Ausgerechnet den Artikel zum Thema, das einen gerade beschäftigt, hat man verpasst. Oder man braucht dringend einen Überblick über eine regionale Fragestellung. Das TAGBLATT-Archiv hilft weiter.

Ihr Kontakt zur Redaktion
Schwäbisches Tagblatt 

07071/934-0

Tagblatt Online
07071/934-0
Steinlach Bote 07473/9507-0
Rottenburger Post 07472/1606-16
Reutlinger Blatt 07121/3259-50
Neckar Chronik Horb 07451/9009-30
Tagblatt Anzeiger 07071/934-0