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Mehr Warnschilder gefordert

Nach Zugunglück: Wannweil will Kurve am Bahnübergang erweitern

Die Gemeinde Wannweil reagiert auf den Unfall am örtlichen Bahnübergang, bei dem, wie mehrfach berichtet, Ende Juli 2012 ein Lastwagen mit einem Regionalexpress zusammengestoßen war.

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Matthias Reichert

Wannweil. Neun Personen wurden bei der Kollision leicht verletzt, darunter der Lokführer und der Lkw-Fahrer. Die meisten der 500 Zugpassagiere kamen mit dem Schrecken davon. Den Schaden an Zug und Anhänger bezifferte die Polizei damals mit mehreren hunderttausend Euro.

10 000 Euro hat die Gemeinde nun als ihren Anteil dafür in den Haushalt eingestellt, den Radius der Kurve am Bahnübergang um einen Meter zu erweitern. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat beantragte im Rahmen der Haushaltsdebatte vorige Woche vergebens, diesen Ansatz ersatzlos zu streichen.

Das Schild gut hundert Meter vorm Bahnübergang reicht nicht. Bild: Reichert Das Schild gut hundert Meter vorm Bahnübergang reicht nicht. Bild: Reichert

Wie Bürgermeisterin Anette Rösch ausführte, war die Erweiterung das Ergebnis einer Verkehrsschau mit Polizei, Bahn und Gemeinde. Der Ausbau gelte als das einzig wirkungsvolle Vorgehen und werde wohl von der Verkehrsbehörde auch angeordnet werden. Darauf zog CDU-Sprecher Erich Herrmann den Streich-Antrag zurück. Sinnvoll sei aber ein weiteres Schild direkt vor dem Übergang, dass die Durchfahrt für Laster verbietet, forderte Herrmann.

Bisher gibt es schon zwei Schilder – eins an der Hauptstraße und eins gut hundert Meter vor dem Bahnübergang (Bild). „Da dürfen nur Anlieger und Anlieferer durchfahren“, unterstrich Rösch. Die Bürgermeisterin tritt für ein ausdrückliches Rechtsabbiegeverbot für Laster an der Hauptstraßenkreuzung ein.

Das eigentliche Problem sei freilich, dass viele Lastwagenfahrer durch ihre Navis von der Hauptstraße in Richtung Industriegebiet Mark West über den Bahnübergang und hinein ins Wohngebiet gelotst würden. Gerlinde Münch (ALW) fragte nach Spezial-Navis, die auch die zulässigen Höchsttonnagen anzeigen. Die seien zu teuer für die Speditionen, hieß es im Gremium.

Erich Herrmann forderte außerdem, die Gustav-Werner-Straße zur Einbahnstraße machen, wofür sich die Bürgermeisterin nun auch einsetzen will. Die Bahn sieht nach der Verkehrsschau laut Sitzungsvorlage keinen weiteren Handlungsbedarf.

18.12.2012 - 08:00 Uhr | geändert: 18.12.2012 - 08:10 Uhr

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