per eMail empfehlen


   

„Jugend musiziert“

Lilith Teuscher und Finn Gessert treten im Landeswettbewerb an

Lilith Teuscher und Finn Gessert verbindet die Leidenschaft zur Musik. Deshalb entschlossen sich die beiden Elfjährigen, am diesjährigen 50. Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ teilzunehmen. Mit Erfolg – das Duo belegte den ersten Preis mit Weiterleitung und tritt nun im März beim Landeswettbewerb in Heidelberg an.

Anzeige


Martin Pirkl

Wannweil. Fünfmal in der Woche übt die Schülerin Lilith Teuscher mit ihrer Querflöte. Beinahe täglich sitzt Finn Gessert am Klavier und setzt die Ratschläge seiner Musiklehrerin Natalie Schäfer um. „Gewissenhaft“, ist eines der ersten Adjektive, die Schäfer und Liliths Lehrerin Angela Ludwig einfallen, wenn sie ihre Schützlinge beschreiben sollen. „Deshalb passen sie auch so gut zusammen“, findet Schäfer.

Die Preisträger Lilith Teuscher und Finn Gessert und ihre Lehrerinnen Angela Ludwig (links) und ... Die Preisträger Lilith Teuscher und Finn Gessert und ihre Lehrerinnen Angela Ludwig (links) und Natalie Schäfer Bild: Wegner

Begonnen mit dem Musizieren hatte Lilith vor fünf Jahren mit der Blockflöte. Es folgte die Altflöte. Seit zweieinhalb Jahren spielt sie Querflöte. „Ich wollte schon immer Querflöte spielen“, sagte sie. Finn kam über den musikalischen Früherziehungskurs der Musikschule Kirchentellinsfurt zur Musik. Das ihm dort vermittelte Gefühl für Tonlagen half ihm später am Klavier. Beide haben eine Leidenschaft für die Musik und sind mit Fleiß bei der Sache. „Sie haben es einfach im Blut“, meinte Ludwig

Für Lilith, die auch Cello spielt, ist es die erste Teilnahme beim bekannten Musikwettbewerb „Jugend musiziert“. Ganz anders sieht das bei Finn aus. Er hat auch in den letzten Jahren am Wettbewerb teilgenommen, sowohl Solo, als auch im Duo mit einem Blasinstrument und dabei mehrfach den zweiten Preis gewonnen. Nebenbei hat er begonnen zu komponieren. Auch hier ist er begabt und hat bereits einen Preis des Komponierwettbewerbs „Jeunesses Musicales“ im letzten Jahr erhalten.

Dieses Jahr wollte Schäfer Finn eigentlich bei keinem Wettbewerb anmelden, doch da hatte sie ihre Rechnung ohne ihren Schüler gemacht, der unbedingt antreten wollte. „Er liebt einfach die Herausforderung“, sagte Schäfer. Also machten sie sich auf die Suche nach einem Partner für Finn und wurden mit Lilith fündig.

Im Dezember begannen die beiden Schüler der Musikschule Kirchentellinsfurt für den Ende Januar stattfindenden Wettbewerb einmal in der Woche gemeinsam zu üben. Vor „Jugend musiziert“ traten sie beim Fortgeschrittenkonzert im Rittersaal des Schlosses in Kirchentellinsfurt auf. Es war eine Generalprobe für die Beiden, die sonst nicht vor Publikum auftreten. „Vor Leuten zu spielen ist etwas anderes als Proben“, meinte Finn.

Am 26. Januar war es dann soweit. Finn und Lilith stellten sich dem Urteil der Jury. Ihr mehrere Minuten dauerndes Vorspiel, dass von barocken Stücken geprägt war, kam gut an. 23 Punkte bedeuteten den ersten Preis und die Berechtigung zur Teilnahme am Landeswettbewerb. Dort werden sie das gleiche Programm nochmal vorführen. Aufgeregt sind sie nicht. Lilith kann sich aber vorstellen, dass sie kurz vor dem Auftritt nervös wird. Finn kennt dagegen kein Lampenfieber. „Ich bin nie aufgeregt“, sagte er.

Ob sie Musikerin werden will, weiß Lilith noch nicht. Finn hingegen ist sich sicher, dass er nicht beruflich musizieren möchte. „Das wäre mir zu stressig, aber als Hobby möchte ich es beibehalten“.

Das Unterrichtsangebot der Musikschule Kirchentellinsfurt
1997 gründete eine kleine Gruppe Musikbegeisterter die Musikschule Kirchentellinsfurt. Etwa 400 Schüler, vor allem Kinder und Jugendliche, nehmen heute die diversen Unterrichtsangebote der Schule wahr. Der Instrumentalunterricht reicht vom Akkordeon bis zur Violine. Zudem gibt es Gesangsunterricht, Tanzkurse und Musiktherapie. Besonders gut besucht ist der musikalische Frühförderbereich für Kleinkinder. Dauerbrenner bei den Schülern sind die Gitarre und das Klavier. Das Klavier ist neben der Blockflöte zudem ein geeignetes Anfängerinstrument. Allgemein gilt, je früher man anfängt, desto besser. Auch sollte man Spaß am Musizieren haben.


26.02.2013 - 07:30 Uhr | geändert: 26.02.2013 - 07:55 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Rallye von Rottenburg in den Orient

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Adebar ist wieder da: Störche sammeln sich im Kreis

Kreisliga A: Altingen schlägt Lustnau 3:2 Millipay Micropayment

Beachparty in Oberndorf: Bei 15 Grad in den Heuballen-Pool

Das Brunnenwasserfest in Bildern

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Marcus Holder

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt: Markus Appenzeller

An der Uni Tübingen entsteht ein 3D-Modell des römischen Rottenburg

Kreisliga A3: Eintracht Rottenburg - SC Azurri Mössingen 0:1 Millipay Micropayment

8. Reutlinger Oldtimertag auf dem Marktplatz

Kunststücke mit dem JoJo: Europameister Carlos Braun aus Entringen

Wakeboarding auf der Ammer in Tübingen schlägt Wellen

Falscher Straßenbelag in der Tübinger Friedrichstraße

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Artikelbild: Elf Menschen zur Behandlung in die Klinik

Wissen, was war

Die Woche vom 23. bis 29. August: Streit um Boris Palmer, Feuer in der Melanchthonstraße und eine peinliche Verwechslung

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Szene um 1914, Soldaten auf dem Weg zum Bahnhof Eyach winken in Börstingen einer Frau zu, die mit ...

Mit den Kindern des Feindes geteilt

Zum Themenabend „1914 – Feld der Ehre – Ährenfelder“ lud das Börstinger Dorfmuseum Kulturtankstelle am Samstagabend ins Gasthaus Lamm. Dort gab es zu den Lesungen und einer kleinen Ausstellung auch „schmackhafte Kriegskost“.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion