Die „Initiative Lillebror“ braucht finanzielle Hilfe, um Kinder einkommensschwacher Familien auch weiterhin mit Schulmaterialien und Geld für Freizeitaktivitäten zu unterstützen.
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Walddorfhäslach. Stifte, Schulranzen, den Mitgliedsbeitrag im Fußballverein – viele Eltern können sich weder Schul- noch Freizeitausstattung für ihre Kinder leisten. Der Verein „Initiative Lillebror“ aus Walddorfhäslach hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder bedürftiger Eltern aus dem Kreis zu unterstützen.
Zur Gründung des Vereins 2008 kam es, als Nicole Müllerschön einer bedürftigen Familie aus ihrem Bekanntenkreis helfen wollte. Sie schrieb verschiedene Firmen an und bat sie um Sachspenden. Ihre Initiative hatte Erfolg, über 60 Pakete mit Lebensmitteln wurden gespendet. Als die Nachfrage von Unternehmen und Bekannten immer größer wurde, gründete Müllerschön den Verein mit Unterstützung von Familie und Freunden im Juni 2008.
Im letzten Jahr konnten sie über 100 Kindern zwischen sechs und 17 Jahren vor allem aus dem Raum Reutlingen, Tübingen und Nürtingen helfen. Erstklässler bekamen Schulranzen, einige Kinder Kleiderspenden, für über 30 der Sechs- bis 17-Jährigen wurde das kostenlose Frühstück in der Schule möglich. Die Familien bekommen nur Sachleistungen, die direkt an die Kinder weitergegeben werden.
„Die soziale Teilhabe ist für uns zentral“, sagt die hauptberufliche Bürokauffrau. Deshalb sollen die Kinder auch Kino- oder Schwimmbadbesuche spendiert bekommen. Mit verschiedenen Projekten versucht Lillebror, den Bedürfnissen gerecht zu werden. Bei einer Osteraktion werden Paten für die Wünsche der Kinder gesucht.
Der Verein mit acht Mitgliedern brauche dringend Sponsoren, so Müllerschön. Die Verwaltungskosten trägt sie privat. Bestimmte Bedürfnisse können allerdings nur durch Geldspenden gedeckt werden. Bisher befindet sich das Büro der Initiative Lillebror in Müllerschöns Privatwohnung. „Wir brauchen zwei Räume, die als Anlaufstelle und Treffpunkt dienen“, so die Vereinsvorsitzende. Dort könnten dann auch Kinder ihren Geburtstag feiern, die es wegen fehlenden Geldes sonst nicht tun können. Außerdem müssen die Sachspenden in Form von Spielsachen und Kleidung irgendwo gelagert werden. „Am besten wären Räume in, oder angrenzend an, Reutlingen.“ Auch für eine 400- Euro-Kraft, die Ansprechpartner/in wäre und die Organisation übernehmen soll, braucht Lillebror Geld. „750 bis 1 000 Euro sind im Monat notwendig, um allen Anfragen gerecht zu werden.“ jum