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Teilorte besser erschlossen: Vor allem Dörnach profitiert

Pliezhausen bekommt einen Ortsbus

Für Bürgermeister Christof Dold ist es „ein Meilenstein im Öffentlichen Nahverkehr in unserer Gemeinde“. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird ein Ortsbus eingeführt, der die Teilorte besser anbindet.

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Matthias Reichert

Pliezhausen. Seit einem Jahr bereitet der Reutlinger Stadtverkehr (RSV) mit der Pliezhäuser Gemeindeverwaltung das Konzept vor. Es soll kostenneutral bleiben – das wird erreicht, indem bisherige schlecht frequentierte Busverbindungen mit großen Bussen durch Fahrten mit einem kleinen Bus ersetzt werden. So fallen laut RSV-Chef Mark Hogenmüller spritintensive Fahrten mit den großen Bussen auf die Anhöhen hinauf nach Gniebel und Dörnach weg.

„Das ist für uns beim RSV eine Premiere“, sagte Hogenmüller bei einem Pressegespräch. Der Kleinbus hat 15 Sitzplätze, 13 Stehplätze und einen Rollstuhlplatz. Er fährt als Ortsbus einen Rundkurs durch die Gemeindeteile; von Pliezhausen über Rübgarten, Gniebel und zurück. Der Kleinbus kann auch auf Gemeindeverbindungsstraßen fahren. Er bekommt zusätzliche Haltestellen in den Teilorten. „Rendez-vous-Punkt“ für Fahrten nach Reutlingen ist das Pliezhäuser Rathaus, dort fährt dann unter der Woche alle 20 Minuten ein Bus nach Reutlingen. Auch der Friedhof Neue Wiesen bekommt eine Ortsbus-Haltestelle. Er verkehrt Montag bis Freitagvormittags im Stundentakt, nachmittags im Halbstundentakt. Und viermal fährt er am Samstagvormittag.

Vor allem Dörnach profitiert. Der Teilort war bisher so gut wie nicht ans ÖPNV-Netz angebunden, jetzt bekommt er unter der Woche 26 tägliche Ortsbus-Halte. Auch Rübgarten wird besser angebunden. In Gniebel halten weiterhin stündlich Busse nach Walddorfhäslach und zurück, zusätzlich fährt der neue Ortsbus.

Pliezhausen und der RSV hatten auch überlegt, Walddorf und Häslach an dem Konzept zu beteiligen. Das stieß auf wenig Gegenliebe in der Nachbargemeinde. Denn durch den Ortsbus wäre die Zahl der Direktfahrten von Walddorfhäslach nach Reutlingen deutlich gesunken. Jetzt ändert sich vorläufig nichts für Walddorfhäslach, versicherte RSV-Chef Hogenmüller. Er will weiter verhandeln: „Ich bin zuversichtlich, dass es in Walddorfhäslach eine schrittweise Einführung des Ortsbusses gibt.“

Seit Schuljahresbeginn fährt schon die neue Linie 33, die Schüler aus der Gemeinde Pliezhausen in die neu eingeführte Gemeinschaftsschule in der Walddorfhäslacher Gustav-Werner-Schule bringt. Der Kleinbus fährt dabei bereits auf der für den Pliezhäuser Ortsbus vorgesehenen Linie.

„Die Dörnacher sind total happy. Jetzt muss man das natürlich auch nutzen“, sagt Dold. Der zuständige Verwaltungsmann Karl-Heinz Waidmann sagt, der Ortsbus biete den Bürgern mehr Chancen, das Auto stehen zu lassen, und erhöhe die Mobilität der Älteren.

Die Ortschaftsräte befürworteten das Konzept am Montagabend, am Dienstagabend zeigte sich auch der Pliezhäuser Gemeinderat angetan von dem Plan und nahm zustimmend davon Kenntnis. Die Räte und Rätinnen begrüßten das Konzept durchweg. Für Bürgermeister Christof Dold ist es „eine wahnsinnige Chance – das hat das Potenzial, eine ganz tolle Sache zu werden.“

25.10.2012 - 08:30 Uhr

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