Steinlachtal
Vollgelaufene Keller und kritische Pegelstände nach Gewitter
Am Haus an der Steinlach lieferte die Feuerwehr schon Sandsäcke an – die große Überschwemmung blieb nach dem heftigen Gewitter am Freitag Nachmittag aber aus.
Die B27 in Dußlingen war am Freitag Nachmittag nach dem starken Regen wieder einmal stundenlang dicht, der Verkehr staute sich über weite Strecken. In der Senke am Bahnübergang stand das Wasser einen Meter hoch. Eine Kanalreinigungsfirma musste die Stauraumkanäle freilegen. „Die waren wahrscheinlich verschmutzt“, berichtet Kommandant Günther Keinath.
In Bodelshausen stand in der Ortsmitte das Wasser „vier bis fünf Zentimeter hoch“, berichtet Bürgermeister Uwe Ganzenmüller. In Mössingen lud die Feuerwehr gegen 15.30 Uhr Sandsäcke am Haus an der Steinlach in der Falltorstraße ab. „Der Pegel war im kritischen Bereich“, teilte Öffentlichkeitsarbeiter Thomas Lauria mit.
Die Abteilungen Stadtmitte, Belsen und Öschingen waren mit 64 Mann im Einsatz. Sie halfen an 19 Stellen – Keller waren vollgelaufen, außerdem drohten an den Bacheinläufen in Belsen überall Überschwemmungen.
Am Buchbach verkantete sich ein großes Stück Holz, das mit dem Bagger entfernt werden musste. Sonst wäre der Bach wohl über sein Ufer getreten. Das Wasser spülte außerdem einen Teil der Verbindungsstraße von Öschingen nach Gomaringen weg, die Straße wurde gesperrt.
Auch an der Starzel blieb die große Flut diesmal aus. Gegen 14.30 Uhr war die B32 bei Schlatt von Hagel überflutet, die Feuerwehr musste die Strecke sperren und frei legen. Die Hechinger Wehr rückte auch in Boll, Stetten und Beuren aus, überall waren Keller vollgelaufen und Bäche über die Ufer getreten.
Die meiste Arbeit gab es in Boll. Dort war die Dorfmitte geflutet und verschmutzt, berichtet Kommandant und Einsatzleiter Dieter Strobel. Er schränkt ein: „Das war nichts Großflächiges.“ Gegen 16.30 Uhr fielen die Pegel wieder. Strobel gab Entwarnung – „wenn heute Nacht nichts mehr kommt“.
mre