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Faustgroßes Loch

Gasleck in der Vischerstraße

In der Vischerstraße breitete sich am Donnerstagabend ein stechender Geruch nach faulen Eiern aus: In einer Baugrube hatte eine Gasleitung ein faustgroßes Loch.

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Tübingen. Derzeit wird in der Vischerstraße an den Gasleitungen gearbeitet. Bei den Erdarbeiten hatte wohl ein Stein ein faustgroßes Loch in ein altes Rohr gedrückt: Nachdem die Arbeiter Feierabend gemacht hatten, strömte Erdgas in die mit einer Metallplatte abgedeckte Grube.

Da das ansonsten kaum wahrnehmbare Gas mit einem Geruchsstoff versetzt ist, wurden Anwohner auf den schwefelartigen Gestank aufmerksam. Sie alarmierten die Stadtwerke, deren Mitarbeiter wiederum riefen gegen 21.30 Uhr die Feuerwehr. Denn das Gas bildete unter der Abdeckung mit der Luft in der Baustelle eine explosive Mischung. Eine weggeworfene Zigarettenkippe hätte da durchaus „eine heftige Verpuffung auslösen können“, so Markus Mozer, am Donnerstag Einsatzleiter vom Dienst.

Die Abteilungen Stadtmitte und Derendingen rückten mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann an. Sie hielten sich mit Löschmitteln und Atemschutz für den Notfall bereit. Derweil hoben die Arbeiter mit einem Bagger vorsichtig die Stahlplatten von der Grube. Mit Messgeräten wurde laufend überprüft, ob noch Explosionsgefahr besteht. Schließlich gelang es den Stadtwerke-Mitarbeitern bis 23.30 Uhr, das Leck abzudichten.

Wer ein Gasleck melden möchte, kann die Tübinger Stadtwerke unter der Telefonnummer 0 70 71 / 157 112 erreichen.

job

03.09.2010 - 16:50 Uhr | geändert: 04.09.2010 - 09:31 Uhr
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