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Tübingen

Erfolg für Tübinger Firma im Kampf gegen Krebs

Immatics stellte gestern ihre weiterentwickelte Technologieplattform „xPresident“ vor – ein weiterer Schritt zur erfolgreichen Krebstherapie, wie die Firma mitteilte.

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„xPresident“ ist ein komplexes Verfahren, mit dem sich kleine Eiweiß-Moleküle aus Gewebeproben, die Tumoren entnommen sind, identifizieren lassen. Ohne auf Material aus nachgezüchteten Zelllinien angewiesen zu sein, gewinne man damit auf direktem Weg wichtige Informationen, welche Peptide für eine Immuntherapie geeignet sind, erklärte Dr. Toni Weinschenk, der Mitgründer und Forschungschef der im Technologiepark Obere Viehweide ansässigen Firma.

Das erstmals 2002 vorgestellte Verfahren, das Methoden der Massenspektrometrie, Biochemie, Genomforschung und Immunologie verbindet, sei ständig weiterentwickelt worden, so dass es jetzt in der Lage sei, mit zehnmal größerer Bandbreite, Empfindlichkeit und Geschwindigkeit spezielle Eiweiß-Moleküle zu identifizieren.

Immatics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das 2000 aus der immunbiologischen Uni-Arbeitsgruppe von Prof. Hans-Georg Rammensee heraus gegründet wurde. In zwei Finanzierungsrunden akquirierte die Firma 54 Millionen Euro Wagniskapital. Ihre 65 Mitarbeiter – etwa 55 davon in Tübingen, der kleinere Teil in München – erforschen und entwickeln neuartige Impfstoffe gegen Krebs. Die am weitesten entwickelten Produkte gegen Nierenzellkrebs sowie gegen Darmkrebs werden zurzeit in internationalen klinischen Studien erprobt.

ec
18.06.2009 - 08:35 Uhr | geändert: 10.08.2009 - 17:40 Uhr
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