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Riedlingen/Biberach

Endlager-Suche auch in Baden-Württemberg

Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Atommüll-Endlager wird nach dem bis dato längsten und teuersten Castortransport nach Gorleben nun intensiviert.

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dpa

Riedlingen/Biberach. Der Blick fällt in den kommenden Monaten und Jahren auch auf Tonsteinformationen im Süden Baden-Württembergs. Weder die Landesregierung noch die Politiker vor Ort wollen sich aber derzeit festlegen, ob sie ein Endlager für möglich halten - oder grundsätzlich ablehnen, wie sie es vor einigen Jahren taten.

"Geologie geht vor Geografie", sagte ein Sprecher von Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). Die Landesregierung stehe zu der Maßgabe, dass die geeigneten Voraussetzungen des Bodens wichtiger seien als der Ort des Lagers. Mitte Dezember werde es ein erstes Treffen der neu eingerichteten Arbeitsgruppe von Bund und Ländern geben. Untersteller hatte zuletzt mit einem Eckpunktepapier Druck auf den Bund gemacht.

Vor Ort schrillen noch lange keine Alarmglocken. "Der Kenntnisstand ist ja kein anderer", sagte Hans Petermann (parteilos), Bürgermeister von Riedlingen. Der Ort im Kreis Biberach liegt inmitten des infrage kommenden Tonstein-Gebiets. Sollte die Bevölkerung das wünschen, werde er werde Fachleute einladen, die über eine mögliche Eignung der Gegend als Endlager zu informieren.

04.12.2011 - 12:00 Uhr | geändert: 04.12.2011 - 12:27 Uhr

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