Leonberg
Einbrecher verwechseln Streifenwagen mit Taxi
Mit einem Streifenwagen wollten zwei Einbrecher ihr Diebesgut in Sicherheit bringen. Dass statt des bestellten Taxis ein Auto der Polizei vor ihnen stand, realisierten die zwei Betrunkenen nicht.
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Das Duo war in der Nacht auf Dienstag kurz nach Mitternacht auf noch ungeklärte Weise in ein Pflegeheim in der Seestraße in Leonberg eingebrochen und hatte dabei einen stillen Alarm ausgelöst. Während Pflegedienstmitarbeiterinnen über Notruf die Polizei alarmierten, schauten sich die Eindringlinge im Gebäude nach Beute um.
Mit einem Flachbild-Fernseher, einem Videorekorder und einem DVD-Spieler konnten sie die Flucht ergreifen, noch ehe eine Streife des Leonberger Polizeireviers vor Ort eintraf.
Wie sich später herausstellte war den Männern die Beute zu sperrig und zu schwer, um sie durch die Gegend zu tragen. Kurz entschlossen bestellten sie ein Taxi in die Arndtstraße und wollten von dort aus ihr Diebesgut nach Hause chauffieren lassen.
Wie es der Zufall wollte, wurde eine Polizeistreife keine viertel Stunde nach dem Einbruch auf die zwei am Straßenrand stehende dunkle Gestalten aufmerksam. Direkt neben ihnen, auf einem Mauersockel, lag die Beute aus dem Pflegeheim.
Als der Streifenwagen auf Höhe des Duos stoppte, forderte einer der beiden Männer den Fahrer wild gestikulierend auf, dass er sofort sein Fahrzeug aufmachen solle, damit sie einladen können.
Zudem begannen sie an der Tür des Wagens zu rütteln. Die flüchtigen Einbrecher verwechselten den blau-silber lackierten Mercedes Vito-Streifenwagen offenbar mit dem von ihnen erwarteten Taxi und registrierten anfangs nicht einmal, dass die beiden im Auto sitzenden Insassen eine Uniform trugen.
Was folgte war das Klicken der Handschellen und eine Freifahrt in einem Streifenwagen direkt zur Leonberger Wache. Dass das georderte Taxi nur wenige Minuten später ebenfalls eintraf, dürfte das Duo auch nicht mehr getröstet haben.
Bei den mutmaßlichen Einbrechern handelt es sich um zwei 45- und 49-jährige Männer aus Leonberg. Die einschlägig vorbestraften Tatverdächtigen waren betrunken. Nach dem Abschluss der ersten Ermittlungen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.