Der neue Oberbürgermeister von Mössingen heißt Michael Bulander. Der 38-Jährige erhielt am Sonntag im ersten Wahlgang 60.9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Thomas Hölsch kam nur auf 37,8 Prozent. Andreas Stollberg wählten nur 1,15 Prozent (80 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 47 Prozent.
"Ich bin überwältigt", sagte Michael Bulander direkt nach der Wahl. Und: "Mir fehlen die Worte." Dass er den ersten Wahlgang so klar für sich entscheiden konnte, hätte er vor der wahl wohl kaum für möglich gehalten.
Es war ein Start-Ziel-Sieg. Von Beginn an lag Bulander deutlich vor Hölsch. Er lag in allen 13 Wahlbezirken klar an der Spitze. Der Regierungsdirektor aus dem baden-württembergischen Innenministerium hatte am Schluss 1.596 Stimmen Vorsprung vor dem Dußlinger Bürgermeister Thomas Hölsch. Bulander erhielt 4.220, Hölsch 2.624 Stimmen.
Wahlsieger Michael Bulander: "Mir fehlen die Worte."Rippmann
Für Bulander gab es im Rathaus-Foyer herzlichen Beifall. Proppenvoll war es, als das Ergebnis gegen 18.45 Uhr bekanntgegeben wurde. Alt-Bürgermeister Hans Auer war da, aber auch Noch-OB Werner Fifka. Fifka gratulierte dem gewählten Bulander, bedankte sich bei allen drei Kandidaten für den fairen Wahlkampf und wünschte dem neuen OB "viel Erfolg für seine neue Aufgabe". Die beginnt für Bulander am 1. Oktober.
Bürgermeister Thomas Hölsch aus Dußlingen erhielt nur 37,8 Prozent.Rippmann
"Das hervorragende Ergebnis" betrachte er als großen Vertrauensbeweis, sagte Bulander anschließend. Er wolle mit allen das weiterführen, was in den vergangenen Jahren in Mössingen geschaffen worden sei. Sein Angebot gelte auch für diejenigen, die ihn nicht gewählt haben.
Landrat Joachim Walter sprach die "große Verantwortung" an, die mit einem solchen Wahlergebnis verbunden sei. Er wünschte Bulander, "mit diesem Gemeinderat" eine gute Arbeit zu leisten.
Auch Thomas Hölsch wünschte dem Wahlsieger Glück und bedankte sich bei seinen Wählern. "Der Souverän" hat gewählt, sagte er, jeder habe die Entscheidung zu tragen.
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