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„Schön wär‘s gewesen“ – kein Ikea für Mössingen

Möbel-Vogt schließt Ende Oktober/Nachfolger ist aus der Branche

Hartnäckig hält sich in Mössingen das Gerücht, bei Möbel-Vogt – der demnächst endgültig seine Pforten schließt – steige Ikea ein.

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Ernst Bauer
Das Vogt-„Wohnzentrum“ auf der Mössinger Dachtel schließt demnächst endgültig seine ... Das Vogt-„Wohnzentrum“ auf der Mössinger Dachtel schließt demnächst endgültig seine Pforten. Es zieht aber ein neuer Möbler ein. Statt eines schwedischen wird es voraussichtlich ein schwäbisches Möbelhaus sein.Archivbild

Mössingen. „Das ist falsch, da ist nichts dran“, sagte uns Firmenchef Helmut Vogt jetzt auf Nachfrage, was denn an diesem Gerücht dran sei. Und fügte gleich an: „Schön wär‘s gewesen!“ Das große schwedische Möbelhaus hätte hier von Vogt riesige Hallen am Rande des Wohngebiets Dachtel und des Gewerbegebiets Schlattwiesen übernehmen können. Einen Standort mitten in der Region, mit großem Einzugsgebiet. Denn das nächste Möbelhaus mit dem Elch ist in Sindelfingen angesiedelt – dorthin pilgern die Billy- und Köttbullar-Fans aus dem ganzen Landkreis Tübingen.

Die suchen Städte mit Autobahnanschluss

Für den erfahrenen Mössinger Möbelhändler, der aus Altersgründen aufhört und „bis Ende Oktober“ noch seine Geschäfte vollends abwickelt, war von vorneherein klar: „Die suchen ganz andere Städte aus – mit Autobahnanschluss“; so wie in Sindelfingen, wo man über die A 81 ziemlich fix zu Ikea gelangt.

Bei Vogt schwingt aber auch Kritik an den hiesigen Verkehrsverhältnissen und Straßenbauplanungen mit: Mössingen habe ja nicht einmal einen vernünftigen B 27-Anschluss. Um den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße kämpfe man hier seit fünfzig Jahren vergeblich. Die Region sei „nicht fähig, das vierspurig auszubauen“, den für die Wirtschaft dringend benötigten B 27-Ausbau zu forcieren. „Das wär‘s gewesen“, sagt Vogt im Rückblick auch auf seine eigene unternehmerische Tätigkeit.

Wie geht es auf der Dachtel weiter? „Wir haben unsere Fühler natürlich schon ausgestreckt“, lässt der Mössinger Familienunternehmer wissen. „Es wird sich in Kürze entscheiden“, wer das weitläufige Firmenareal übernimmt. Es werde „schon jemand aus der Branche“ sein. Namen wollte Vogt noch keine nennen. Offenbar ist man sich aber mit einem „Möbler“ aus dem Ländle schon weitgehend handelseinig.

Ikea, so bestätigte uns Firmensprecherin Simone Settergren, hat „keine Pläne“ für den hiesigen Standort – „Tübingen liegt zu nahe an unserem Einrichtungshaus in Sindelfingen“.

07.10.2011 - 08:30 Uhr

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