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Engelbert ist tot

Der Talheimer Staatsschützer starb mit 66

Talheim. Er war jahrzehntelang als Staatsschützer im Einsatz, zuletzt war er Vorsitzender des Weißen Rings, setzte sich für Kriminalitätsopfer ein. Aus studentenbewegten Tübinger Tagen hatte sein Name einen geradezu legendären Klang. Jetzt ist Klaus-Dieter Engelbert kurz nach seinem 66. Geburtstag gestorben.

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Gesundheitlich angeschlagen war er schon seit längerem. In einem TAGBLATT-Gespräch vor einem Jahr hatte er noch sehr zuversichtlich gewirkt, hatte erzählt, dass er bei der Polizeidirektion Reutlingen aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Ruhestand ging – aber auch „wegen dieser blödsinnigen Reorganisation der Polizei, damals“, als die Staatsschutzdienststellen im Land aufgelöst wurden.

Klaus-Dieter EngelbertArchivbild Klaus-Dieter EngelbertArchivbild

Engelbert fehlte in Reutlingen zuvor bei kaum einer Demo, begrüßte die Leute teils schon namentlich, wirkte friedensstiftend selbst auf die Friedensbewegung in Großengstingen ein, stand aber doch „immer dazwischen“, wie er seine polizeiliche Beobachterrolle beschrieb.

Als gelernter Einzelhandelskaufmann kam Engelbert 1966 zur Bereitschaftspolizei und hat es dann von „der Pike auf“ bis zum Leiter der Abteilung Staatsschutz bei der Reutlinger Kripo gebracht; einem Kenner nicht zuletzt der rechten Szene. Ihn hat nicht gewundert, wie sich dort ein terroristischer Untergrund bilden konnte.

Er war selber Sozialdemokrat, Bewunderer von Altkanzler Helmut Schmidt. 1984 war er mit Frau und Tochter nach Talheim gezogen, hat dort gebaut, seit 1979 hatte er eine Eigentumswohnung in Bästenhardt – „die günstigen Baupreise“ hatten ihn ins Steinlachtal gelockt.bau

Info Klaus-Dieter Engelbert wird am Freitag, 1. März, um 13.30 Uhr auf dem Talheimer Friedhof beerdigt.

28.02.2013 - 06:30 Uhr | geändert: 28.02.2013 - 07:29 Uhr

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