per eMail empfehlen


   

Bulander ist „gottfroh“

Auf Flammer-Areal soll Wohnpark im Grünen entstehen

Start „Im Klingler“: Mit einem kräftigen Baggerbiss begann auf dem alten Areal der Baufirma Flammer gestern die Erschließung eines neuen „grünen Wohnparks“ am Ortsausgang – Mössingens einziges noch größeres Neubaugebiet.

Anzeige


Ernst Bauer

Mössingen. Mit den leitenden Herren der LBS-Immobilien und der Firma Flammer – die das insgesamt fast vier Hektar große Konversions-Gelände am Fuße des Farrenbergs selber erschließt (siehe auch Kasten) – schaute Oberbürgermeister Michael Bulander gestern nicht nur freudig auf den heftig Steine-brechenden Bagger hinab, sondern auch in die nahe Zukunft: „Wir sind gottfroh“, sprach der OB, „dass das vorangetrieben wird! Wir haben ja nicht mehr viel“ – an Baugebieten und Bauplätzen.

Der „grüne Wohnpark“ von oben: Insgesamt sollen 41 Häuser dieser Art gebaut werden, dazuhin kommen ... Der „grüne Wohnpark“ von oben: Insgesamt sollen 41 Häuser dieser Art gebaut werden, dazuhin kommen 20 bis 30 Bauplätze mit individuellen Projekten. Bild: LBS

In der Stadt gibt es nach Bulanders Worten nur noch „ein paar Restplätze, Lückenplätze“. Allenfalls in den Vororten Talheim und Öschingen ist noch etwas zu kriegen, der Belsener Pfingstwasen dagegen ist so gut wie belegt. „Es ist das einzig größere Baugebiet, das wir noch haben“, erklärte der Mössinger Rathauschef und geriet angesichts der Lage geradezu ins Schwärmen – „absolut idyllisch!“ Das Konversionsgelände, von Flammer bisher noch als Lager für Baumaterial genutzt, liegt oberhalb der Steinlach, mit freier Sicht auf den Farrenberg; direkt an der Landesstraße nach Öschingen und Talheim. Da ist man einerseits ruckzuck auf der Alb und, andererseits, über die Nordring-Umgehung, auch rasch auf der B 27 oder auf der Landesstraße Richtung Reutlingen. Die Verkehrsanbindung sei ideal, meinte Bulander als erfahrener Ministeriums-Pendler, der früher von Mössingen aus täglich nach Villingen-Schwenningen und später in die Landeshauptstadt musste – diese Anbindung sei selbst für Tübinger attraktiv.

„Hier bin ich aufgewachsen!“ Jochen Flammer (links) zeigt OB Bulander das Baugebiet.Bild: Bauer „Hier bin ich aufgewachsen!“ Jochen Flammer (links) zeigt OB Bulander das Baugebiet. Bild: Bauer

„Eine gelungene Sache“ fand auch Stadtbaudirektor Gebhard Koll in Anbetracht des kleinen Modells im alten Flammerschen Bürogebäude. Lange genug hatte sich Koll mit immer neuen Plänen und Einwänden – auch heftiger Kritik im Gemeinderat – wegen des Baugebiets „Klingler-Ost“ herumschlagen müssen. LBS-Immobilien-Bezirkschef Alfred Siedler, der federführend den Vertrieb besorgt und die Entwürfe mit seinem Team vollends ausgefeilt hat, hielt die Kritik an der „kasernenartigen“ Bebauung, die zwischenzeitlich mal vorgesehen war, aber für durchaus berechtigt, wie er gestern sagte.

„Man hat ja lange diskutiert“, erinnerte Koll an den ursprünglichen städtebaulichen Entwurf eines Tübinger Büros für das Flammer-Areal, als die Firma mit dem Hochbau auch ihren alten Standort aufgab. Es sollte anfangs ein 5,6 Hektar großes Neubaugebiet entlang der Steinlachauen entstehen. Dies wurde aber „deutlich reduziert“. Das geplante Gartenstadt-Konzept „Bella Flora“ kam nicht an, ist aber in kleinerer Form noch „eigentlich ganz gut gelaufen“, so Koll: Zwölf Häuser im mediterranen Stil entstanden auf städtischem Grund.

Im benachbarten „grünen Wohnpark“ sind 41 Doppel- und Dreier-Reihenhäuser geplant. Baubeginn: November 2013. „Relativ schnell“, so LBS-Bezirksleiter Siedler, in nur zehn Monaten, soll die Anlage für rund 160 Bewohner dann stehen; ökologisch und auch finanziell attraktiv vor allem für junge Familien – die schlüsselfertigen Häuser mit Pelletheizung, Photovoltaik auf dem Dach und je zwei Stellplätzen sollen zwischen 250- und 280 000 Euro kosten. Nachdem es vom Gemeinderat bereits Ende Mai 2012 grünes Licht gab, ist auch Flammer froh, dass es jetzt endlich losgehen kann.

Firma Flammer erschließt selber das Baugebiet
32 Doppel- und Dreier-Reihenhäuser werden im ersten Bauabschnitt „Im Klingler“ entstehen, Wohnflächen: 123 bis 145 Quadratmeter.
Flammer erschließt das 3,7 Hektar große Baugebiet selber. Die Mössinger Baufirma wurde 1925 gegründet und besteht heute aus drei selbständigen Firmen mit 80 Beschäftigten: Bauunternehmung, Rohrleitungsbau, Garten- und Landschaftsbau.
2007 zog das Unternehmen vom Gelände am Heerweg, am Ortsausgang, ins Gewerbegebiet Riethäcker um. Das alte Bürogebäude wird auch zum Wohnhaus umgebaut, aber erst 2014 – wenn der Wohnpark fertig ist.


25.01.2013 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Rallye von Rottenburg in den Orient

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Kirchentellinsfurt | Christine Falkenberg

Adebar ist wieder da: Störche sammeln sich im Kreis

Kreisliga A: Altingen schlägt Lustnau 3:2 Millipay Micropayment

Beachparty in Oberndorf: Bei 15 Grad in den Heuballen-Pool

Das Brunnenwasserfest in Bildern

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Ein Versuchsaffe hat sich den Schädel blutig gekratzt.Bild: Soko Tierschutz/BUAV

Wissen, was war

Die Woche vom 6. bis 12. September: Betreuerin stürzt am Lichtenstein in den Tod, Mann vergeht sich an Stute, Kritik an Affenversuchen

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion