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Politik

KOMMENTAR · KONJUNKTUR: Sprach- und hilflos

Von wegen spitze - Schlusslicht ist der Süden im Ländervergleich. Geradezu brutal wurde die heimische Wirtschaft nach hinten durchgereicht.

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Baden-Württemberg ist republikweit das Hauptopfer der globalen Rezession.

Schlimmer kann es nicht mehr kommen, sollte man meinen. Doch die schwarz-gelbe Landesregierung beweist das Gegenteil. Mehr als Sprach- und Hilflosigkeit haben Oettinger und Co. nicht zu bieten. Der Ministerpräsident, der so gerne als Wirtschaftsexperte gelten würde, ist auf Tauchstation und der Wirtschaftsminister kommt über Durchhalteparolen nicht hinaus. Überraschen kann dies eigentlich nicht. Denn vor lauter Selbstzufriedenheit wegen der überaus exportstarken und damit vor aller Welt als überaus leistungsfähig erscheinenden Südwest-Wirtschaft hat man in der Villa Reitzenstein einfach nicht wahrhaben wollen, dass eine allzu einseitige Abhängigkeit von der Weltwirtschaft spätestens dann zum Problem wird, wenn es rund um den Globus nicht mehr brummt.

Jetzt rächt sich, dass sich die CDU-FDP-Regierung stets an die Illusion klammerte, Baden-Württemberg habe eine aktive Strukturpolitik nicht mehr nötig. Dabei ist die Arbeit an einem angemessenen binnenwirtschaftlichen Gegengewicht seit Jahr und Tag überfällig. Deshalb geht der brutalste wirtschaftliche Absturz, den das Land bislang erlebt hat, auch auf das Konto von Christ- und Freidemokraten. NIKO FRANK.

25.09.2009 - 08:30 Uhr
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