Ihre Meinung zu »Herbstgold«

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28.08.2010
Toll! Ich habe den Film durch Zufall gesehen und war total begeistert. Ein Film zum Lachen, Schmunzeln, Weinen und Mitfiebern. Großes Kino obwohl kein Hollywood.
Herbert Klöpfle

26.08.2010
Ein wunderbarer, witziger und einfühlsamer Film. Unbedingt anschauen!!
Laura Harmann

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28.08.2010
Toll! Ich habe den Film durch Zufall gesehen und war total begeistert. Ein Film zum Lachen, Schmunzeln, Weinen und Mitfiebern. Großes Kino obwohl kein Hollywood.
Herbert Klöpfle

26.08.2010
Ein wunderbarer, witziger und einfühlsamer Film. Unbedingt anschauen!!
Laura Harmann

Herbstgold

Greise trainieren für Olympia. Ein Film, der fasziniert, verwundert und amüsiert.

Österreich 2010

Regie: Jan Tenhaven

94 Min. - ab 0 Jahren
TAGBLATT-Wertung
    Leser-Wertung

Ein wunderbarer, witziger und einfühlsamer Film. Unbedingt anschauen!!

Als Jiri das Ende der Treppe erreicht hat, muss er sich am Geländer festhalten. Der Tscheche ist gerade zig Stufen hoch gespurtet. Sein Atem rasselt, Schmerz zerfurcht sein Gesicht. Mit dem Training bereitet er sich auf die Olympischen Spiele im finnischen Lahti vor. Es ist ein besonderer Wettkampf. Jiri ist auch besonders. Mit seinen 82 Jahren entspricht er nicht mehr dem idealen Athletenalter. Die anderen vier Sportler, die Jan Tenheven in seinem Film Herbstgold vorstellt, sind sogar noch älter.

Der schwedische Regisseur zeigt, wie sich die Greise auf die Senioren Olympiade vorbereiten. Dabei ist der Zuschauer ganz nah dran. Er sieht, wie sich der 92-jährige Schwede Herbert Liedtke bei jedem Klimmzug quält. Wie Alfred Proksch im Alter von 100 Jahren ein neues Knie bekommt, um an den Spielen teilnehmen zu können.

Wie die 85-jährige Ilse Pleuger am Kieler Strand ihre Stoßtechnik perfektioniert und die Italienerin Gabre Gabric mit 94 Jahren ihren Trainer beschimpft, weil ihr Diskus nicht weit genug geflogen ist. Die Motivation der Athleten hat unterschiedliche Gründe. Liedtke fürchtet sich vor dem Tod: „Mein Ziel ist es, mein Leben zu verlängern und sicher zu gehen, dass mein Blut jeden Tag durch meinen Körper zirkuliert.“ Ilse Pleuge treibt hingegen nur der sportliche Ehrgeiz: „Ich will immer noch sechs Meter im Kugelstoßen schaffen.“

Der Film dreht sich jedoch nicht nur um das Training. Tenheven dringt auch in die Intimsphäre der Athleten ein, ohne jedoch Unbehagen beim Zuschauer zu erzeugen. Dramatik erzeugt der Streifen, als Proksch mit seinem Rollator zum Diskuswerfen schleicht. Sein einziger Gegner ist das Knie. Wenn es hält, ist er der erste 100-Jährige Olympiasieger.

bol



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