Ihre Meinung zu »Das ganze Leben liegt vor Dir«

Bitte geben Sie den Spamschutz Code ein.
Bewertung

Um den Film zu benoten, klicken Sie auf einen der Sterne und anschliessend auf "Wertung abgeben"
Name
Ihre Meinung
Detailwertung
Note 1:
33%
1
Note 2:
67%
2
Note 3:
0%
0
Note 4:
0%
0
Note 5:
0%
0
Durchschnitt: 1,7
Leser-Kommentare
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben
Ihre Meinung zu »Das ganze Leben liegt vor Dir«
Detailwertung
Note 1:
33%
1
Note 2:
67%
2
Note 3:
0%
0
Note 4:
0%
0
Note 5:
0%
0
Durchschnitt: 1,7
Leser-Kommentare
Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Das ganze Leben liegt vor Dir

Von der Uni ins Callcenter: Der Film prangert satirisch die düsteren Zukunftsaussichten junger Leute in Berlusconi-Italien an.

Tutta la vita davanti
Italien 2009

Regie: Paolo Virzì
Mit: Isabella Ragonese, Micaela Ramazzotti, Sabrina Ferilli, Valerio Mastandrea
117 Min. Von der FSK nicht geprüft
TAGBLATT-Wertung
    Leser-Wertung

Wie es ist, wenn einen das Leben nicht haben will, merkt Marta (Isabella Ragonese) gleich nach ihrer brillanten Promotion in Philosophie. Was sie von Platons Höhlengleichnis oder von Zenon und der Schildkröte erzählen kann, interessiert niemanden außer einer vernachlässigten Vierjährigen. Ihr Freund setzt sich nach Kalifornien ab, weil er im Berlusconi-Italien keine Perspektive hat.

Um irgendwie zu Geld zu kommen, heuert Marta in einem hyperkapitalistischen Callcenter an. Die Beschäftigten müssen um jeden Preis sinnlose Produkte verhökern, wenn sie ihre unterirdisch entlohnten Arbeitsplätze irgendwie erhalten wollen. Auch der zu ihrer Unterstützung herbei geeilte Gewerkschafter ist eine dubiose Figur, der seinen Job gerne für Affären nutzt.

Regisseur Paolo Virzì inszeniert die bekannten Mechanismen der Ausbeutung als rasante Choreographie mit trashigen Slapstick-Elementen. Die allgegenwärtigen Rituale der Demütigung und Kontrolle sind je nach Geschlecht unterschiedlich, um noch fieser durchzuschlagen. Nur Marta wahrt von Anfang an eine gewisse Distanz. Sie lässt sich nie aus der Fassung bringen, ganz gleich, was um sie herum tobt.

Der Film ist viel mehr als eine weitere Innenansicht der Generation Praktikum. Er ist eine tragikomische Persiflage auf das System Berlusconi und zielt darauf, was es unter den weniger begünstigten Bevölkerungsschichten anrichtet. Nur Kinder und Alte sind vom Zwang zur Selbstverwertung noch ausgenommen. Ein Happy End ist ausgeschlossen – es sei denn, eine kleine humane Geste durchbricht den Teufelskreis.
Berlusconi-Italien als rabenschwarzes Drillcamp für alle außer Kindern und Alten.

 

 

Flashplayer benötigt.

Dorothee Hermann



Anzeige


Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T�bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Anzeige


Martin Scorsese verbeugt sich mit der märchenhaften Geschichte eines Pariser Waisenjungen vor den Altmeistern des Fantasy-Films.

»weiter...