Ihre Meinung zu »Up In The Air«

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Leser-Kommentare
15.02.2010
Klasse Film. Leider keine Komödie, wenn man bedenkt, dass solche Leute wirklich in den Firmen unser Alltag bestimmen. Frische eingebildete UNI Abkömlinge. Selbst ernannte Eliten, die gerne "Verantwortung übernehmen" und dafür mächtig viel Geld verlangen, dann zu feige sind im Falle einer schlechten Lage die Leute selbst zu kündigen, wenn es wirklich sein muss. Die Controller, die Monate später nur ein Excel Chart erstellen, auf dem die ehem. Mitarbeiter nur eine Zahl darstellen. Und die gerissenen Berater, die für viel Geld die Drecksarbeit erledigen und dabei selbst vor die Hunde gehen! Es aber zu spät merken. ...
heutiger Arbeiter

08.02.2010
Am Ende des Films sitzt man da und fragt sich: was war das jetzt? Insgesamt recht seicht; da reißt es auch der große Schwarm der weiblichen Zuschauer nicht mehr raus. Wenn man den Film nicht gesehen hat, hat man nicht wirklich etwas versäumt
uli

07.02.2010
Der Film vermittelt seine furchterregende Botschaft auf eine derart subtile Art und Weise, dass man es zu mehreren Momenten plötzlich mit der Angst bekommt, ohne zu wissen warum. Der Griff um die Hand des Partners, der neben einem im Kinosessel sitzt, wird stärker und man ist auf einmal froh, nicht allein im Kino zu sein. Drehbuch und Regie sind großartig, von den Schauspielern profiliert sich Anna Kendrick als herausragend aus einem superben Enselmble.
shevad

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Leser-Kommentare
15.02.2010
Klasse Film. Leider keine Komödie, wenn man bedenkt, dass solche Leute wirklich in den Firmen unser Alltag bestimmen. Frische eingebildete UNI Abkömlinge. Selbst ernannte Eliten, die gerne "Verantwortung übernehmen" und dafür mächtig viel Geld verlangen, dann zu feige sind im Falle einer schlechten Lage die Leute selbst zu kündigen, wenn es wirklich sein muss. Die Controller, die Monate später nur ein Excel Chart erstellen, auf dem die ehem. Mitarbeiter nur eine Zahl darstellen. Und die gerissenen Berater, die für viel Geld die Drecksarbeit erledigen und dabei selbst vor die Hunde gehen! Es aber zu spät merken. ...
heutiger Arbeiter

08.02.2010
Am Ende des Films sitzt man da und fragt sich: was war das jetzt? Insgesamt recht seicht; da reißt es auch der große Schwarm der weiblichen Zuschauer nicht mehr raus. Wenn man den Film nicht gesehen hat, hat man nicht wirklich etwas versäumt
uli

07.02.2010
Der Film vermittelt seine furchterregende Botschaft auf eine derart subtile Art und Weise, dass man es zu mehreren Momenten plötzlich mit der Angst bekommt, ohne zu wissen warum. Der Griff um die Hand des Partners, der neben einem im Kinosessel sitzt, wird stärker und man ist auf einmal froh, nicht allein im Kino zu sein. Drehbuch und Regie sind großartig, von den Schauspielern profiliert sich Anna Kendrick als herausragend aus einem superben Enselmble.
shevad

Up In The Air

Satirisch angehauchte Komödie mit George Clooney als gekühlskaltem Business-Junkie, der Sehnsucht nach Geborgenheit verspürt.

 

USA 2009

Regie: Jason Reitman
Mit: George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman
110 Min. - ab 0 Jahren
TAGBLATT-Wertung
    Leser-Wertung

Wenn in irgendeiner Firma eine Entlassungswelle ansteht, muss Ryan Bingham (George Clooney) Überstunden schieben. Weil den meisten Chefs der Mumm fehlt, altgediente Mitarbeiter höchstselbst auf die Straße zu setzen, engagieren sie den smarten Anzugträger für den schmutzigen Job – den er stets kaltlächelnd und ohne jedes Mitgefühl erledigt. Das mag daran liegen, dass er selbst wenig zu verlieren hat. Sein rastloses Leben verbringt Ryan scheinbar glücklich in Flugzeugen, Hotelzimmern und sterilen Büros. Die üblichen Lebensziele wie Familie, Eigenheim und Beziehungen, die länger als eine Nacht währen, sind ihm ein Gräuel. Wer den Smalltalk mit ihm sucht, sollte sich mit Bonusmeilen und Kreditkartendesign gut auskennen.

Das klingt nach bissiger Sozialsatire, gedeiht unter der Regie von Jason Reitman aber mehr zur sanften Komödie. Der „Juno“-Macher zeichnet Bingham nach dem Roman von Walter Kern keineswegs als zynisches Ekelpaket. Vielmehr kommt hinter der Schale des harten Hundes alsbald ein liebenswerter Kerl mit Humor und Esprit – George Clooney eben – zum Vorschein. Mit solchen Vorzügen ausgestattet, kann er seine verquere Lebensphilosophie zunächst durchaus überzeugend vertreten – zumal eine blutjunge Berufsnovizin, der er anfangs widerwillig das Handwerk des Massenentlassens beibringt, ihr nur illusionäre Romantik entgegensetzen kann.

Blöd daran ist allerdings, dass man schon sehr früh ahnt, wohin die Reise geht. Nach einigen Runden unverbindlichem Hotelsex mit einer vermeintlich seelenverwandten Businessfrau verspürt der abgebrühte Einzelgänger urplötzlich das unwiderstehliche Verlangen nach Heimat und Geborgenheit. Vor- und Nachteile hat auch die Besetzung mit Clooney. Mit seinem bewährten Charme und gewaltiger Leinwandpräsenz hält er den für sechs Oscars nominierten Film auf durchgängig gutem Unterhaltungskurs. Allerdings fehlen ihm dann doch die schauspielerischen Mittel, um auch die Abgründe dieses Charakters auszuloten.

 

Klaus-Peter Eichele



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