15.04.2010 Drucken Empfehlen
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Feuilleton

Staatsoper Stuttgart holt Cambreling

Der künftige Stuttgarter Staatsopernchef Jossi Wieler hat seinen Chefdirigenten gefunden: Sylvain Cambreling kommt in der Spielzeit 2012/13.

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JÜRGEN KANOLD

Stuttgart Die Chefposten der baden-württembergischen Spitzenorchester liegen bald alle in französischer Hand. Stéphane Dèneve leitet von 2011 an das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, François Xavier Roth soll einer Meldung der "Badischen Zeitung" zufolge das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg 2011 als Nachfolger Sylvain Cambrelings übernehmen. Ja, und seit gestern steht fest, dass Jossi Wieler, der künftige Intendant der Staatsoper Stuttgart, sich für den aus Amiens stammenden 61-jährigen Cambreling als Generalmusikdirektor entschieden hat.

Artikelbild: Staatsoper Stuttgart holt Cambreling Der künftige Stuttgarter Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling. Foto: dpa

Eine prominente Wahl. Cambreling, der 2012/13 als musikalischer Leiter an die Staatsoper kommen wird, aber schon in der ersten Saison Wielers 2011/12 eine Neuproduktion dirigieren soll, ist ein internationaler Name. Cambreling war GMD am Brüsseler Opernhaus La Monnaie und an der Frankfurter Oper, arbeitete mit berühmten Regisseuren zusammen, war nicht zuletzt in der Ära Mortier Hausdirigent bei den Salzburger Festspielen. Seit 1999 leitet Cambreling das SWR-Sinfonieorchester und ist ein Spezialist fürs Zeitgenössische.

Im vergangenen November hatte Manfred Honeck seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart nicht verlängert, er geht 2011nicht zuletzt deshalb, weil der designierte Intendant Wieler mehr Präsenz von ihm gefordert hatte. Dass Wieler sowieso einen Dirigenten mit eher modern-ästhetischen Zielen suchte, war klar. Jetzt meldet die Staatsoper, dass Wieler "stolz" sei, mit Cambreling eine "privilegierte, dauerhaft angelegte Partnerschaft" verwirklichen zu können. Mit Cambreling verbinde ihn "ein Ethos von Musiktheaterarbeit, das auf ein zeitlich extensives und inhaltlich intensives, gemeinsames sich Einlassen von musikalischer und szenischer Leitung auf Werke, Sänger und Musiker setzt".

Cambreling wiederum erklärte, dass er dazu beitragen wolle, dass die Stuttgarter Oper "auch weiterhin zu einem der ersten Häuser Europas zählt". Solche Worte hört ein Kunstminister gern, weshalb Peter Frankenberg gestern Wieler beglückwünschte. Cambreling sei eine "herausragende Dirigentenpersönlichkeit".

15.04.2010 - 08:30 Uhr

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