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Karlsruhe/Wiesbaden

Experte: Raubgräber in Krisengebieten auf dem Vormarsch

Die meisten schwarz gehandelten Antiken kommen derzeit aus dem Irak.

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dpa

Karlsruhe/Wiesbaden. «Da graben Schatzsucher ganze Landstriche um», sagte der Fachmann vom Landeskriminalamt in Wiesbaden, Eckhard Laufer, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Karlsruhe. Der Polizeioberkommissar ist bei der Behörde für den Schutz von Kulturgütern zuständig. «Seit dem zweiten Irakkrieg gibt es massive Raubgrabungen.» Die Sicherheitskräfte sind offenbar machtlos: «Wenn die Polizei eingreift, wird sie beschossen.»

Laufer hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass auch Libyen künftig eine zentrale Rolle im Antikengeschäft spielt. «Überall wo Krisengebiete entstehen, wird auch der illegale Antikenhandel auf den Plan gerufen.»

Aber auch alte europäische Hochkulturen wie Italien und Griechenland zögen nach wie vor Schatzgräber in ihren Bann, sagte Laufer mit Blick auf die zurzeit laufende Kykladen-Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe. Dort hatten zwei Fundstücke, die offenbar aus Raubgrabungen der 1960er Jahre stammen, für Unmut bei den Griechen gesorgt. Diese verweigerten wiederum Leihgaben, weil das Land Baden-Württemberg die Stücke nicht zurückgeben wolle.

05.02.2012 - 10:25 Uhr | geändert: 05.02.2012 - 10:40 Uhr

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