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Warum war dieser Tag so schön?

Maike Rosa Vogel und Herdtzschlag im Zimmertheater

Wer Talent besitzt, aber noch keinen großen Namen, der verweist gerne auf seine Förderer. Deshalb findet sich in auch jeder noch so kurzen Ankündigung eines Konzerts von Maike Rosa Vogel die Information, dass das Album der Frankfurter Musikerin von Sven Regener produziert wurde. Regener kennt man und verwerflich ist der Verweis sicher nicht. Maike Rosa Vogel freute sich, dass das Zimmertheater am Dienstagabend mit jungem Publikum gefüllt war.

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Schule abgebrochen, Gitarre gepackt: Maike Rosa Vogel im Zimmertheater.Bild: Metz Schule abgebrochen, Gitarre gepackt: Maike Rosa Vogel im Zimmertheater.Bild: Metz

Von Gitarre und Mundharmonika unterstützt, besingt Maike Rosa Vogel die Liebe, das Gelingen und das Scheitern von Beziehungen. Sie greift schon mal hart in die Gitarrenseiten, ihre Stimme ist – und das ist nicht negativ gemeint – unprätentiös und zuweilen mädchenhaft weich und schmeichelnd. Maike Rosa Vogel, die an der Popakademie Mannheim studiert hat, textet in deutscher Sprache und das stellt eben besonders hohe Anforderungen an die Lieder, denn das Publikum registriert sofort, wenn einem Text die Pointe, die Würze fehlt.

„Dich gewinnen war der größte Bluff meines Lebens“ und „Der schönste Tag meines Lebens war mit dir“, singt Maike Rosa Vogel und als Zuhörer möchte man so gerne mehr wissen. Was macht denn den anderen Menschen so besonders? Und warum war dieser Tag so schön? Aber es bleibt bei Behauptungen, die im Text nicht begründet werden. Am meisten überzeugen konnte Maike Rosa Vogel mit ihrem Lied „Hippie“, das wohl auf die Biographie der Sängerin verweist, die die Schule abgebrochen und mit 14 Jahren eine eigene Band gegründet hat. „Ich habe nie mein Leben für andere gelebt, ich bin ein Hippie und wollte immer einer sein“, singt sie und wirkt dabei authentisch.

Mit der Auswahl der Vorband „Herdtzschlag“ aber hat man ihr keinen Gefallen getan. Tübingerin Johanna Herdtfelder, präsentierte Songs, deren Inhalt auf dem Niveau eines Tagebuchs angesiedelt ist, das von einem naiv-verträumten Mädchen geführt wird. „Hast du den Wind gesehen, er bittet jedes Blatt zum Tanz“ singt sie, es geht um Regentropfen, eine Katze und natürlich um die eigenen Gefühle, die stets unverständlich-geheimnisvoll sind.Antonia Kurz

13.10.2011 - 08:30 Uhr

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