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Ob fürs Abitur Zeit bleibt?

Lena vertritt Deutschland beim Eurovisions-Wettbewerb in Oslo

Hunderte Mitschüler in Hannover schrien vor der Leinwand, als feststand: Lena Meyer-Landrut, 18, Schülerin, vertritt Deutschland im Eurovision Song Contest in Hannover. Ausgerechnet zur Abiturszeit.

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Artikelbild: Lena vertritt Deutschland beim Eurovisions-Wettbewerb in Oslo Voller Freude: Lena nach ihrem Sieg. Foto: dpa

Köln/Hannover "Handys raus, Lena wählen!", hatte Musiklehrer Wolfgang Franzke als Parole ausgegeben. Und so tippten die 400 Schüler, Lehrer und Eltern aus Lenas Gesamtschule Roderbruch in Hannover gegen 22.20 Uhr am Freitagabend, was das Zeug hielt. Und es half. Lena gewann die Vorentscheidung in Köln und zieht ins Finale des Eurovision Song Contest in Oslo (29. Mai) ein. Und das, obwohl im April das Abitur beginnt.

Wieder einmal war Lena weit entfernt von einer glattgebügelten Performance. "Sie singt einfach toll", sagte die Mutter einer Gesamtschülerin, Katrin Mahrenholz. Jeder der drei Songs, die Lena am Freitagabend präsentierte, kam an. "Sie kann besser singen als Jennifer. Sie macht auch mehr auf der Bühne", sagte Julian (11).

"Wahnsinnig und atemberaubend" - Lena konnte ihren Sieg selbst kaum fassen. An ihrem verkrampften Lächeln war deutlich zu erkennen: In den Momenten vor Bekanntgabe der Telefonabstimmung hatte sie nicht mehr an ihren Sieg geglaubt.

Wie deplaziert wirkte die 18-Jährige in der Show, die sie sechs Wochen lang dominiert hatte. Dann aber stand doch ihr Name auf dem großen Bildschirm, nicht der von Jennifer Braun. Gewonnen hat sie mit ihrer Interpretation des Songs "Satellite".

"Ich habe damit nicht gerechnet", sagte Lena Meyer-Landrut nach der Sendung. "Ich bin so überwältigt".

Dabei hatte sie vielen von der ersten Show an als Favoritin gegolten. Ihre Fanseite im Online-Netzwerk Facebook hatte am Tag vor dem Finale schon 13 000 Fans; bis Samstagvormittag wurden es 20 000. Sie stimmten wahre Lobgesänge an: "Rock on!" - "...]Ganz egal, welchen Platz du landest, du BIST die Nummer 1" - "Deutschland hat seine allerbeste Entscheidung dieses Jahrhunderts gefällt".

"Wir können mit Freude in Oslo die deutsche Fahne hochhalten", sagte Jurypräsident Stefan Raab. Und Xavier Naidoo sagte lobend: "Irgendwie ganz speziell."

dpa/apn

15.03.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 15.03.2010 - 08:33 Uhr
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