25.10.2011 Drucken Empfehlen
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Interview

Aalener Jazzfest setzt auf die nationale Karte

Zum 20. Mal findet das Aalener Jazzfest statt: von 2. bis 6. November. Wie immer treten Hochkaräter auf, freut sich der künstlerische Leiter Ingo Hug.

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UDO EBERL

Hinter dem Jazzfest steht der Verein Kunterbunt als Veranstalter. Wie kam es zu Verein und Festival?

Artikelbild: Aalener Jazzfest setzt auf die nationale Karte Ingo Hug: Das Jazzfest könnte man auch in eine andere Stadt verpflanzen.

INGO HUG: Der Verein wurde bereits 1989 in Ellwangen von an E- und U-Musik interessierten Leuten gegründet, die diese Kultur in ihr Lebensumfeld bringen wollten. Wegen der fehlenden Infrastruktur für ein Festival wurde der Vereinssitz dann nach Aalen verlegt. 1991 ging es los: mit Miles Davis. Im Jahr darauf begeisterte B.B. King mit einem denkwürdigen Konzert.

Das Jazzfest hat deutschlandweit einen sehr guten Namen. Ist der Jazz in den zwei Jahrzehnten auch in Aalen angekommen?

HUG: Nicht einmal 20 Prozent kommen aus der Region. Damit hätte das Festival niemals überleben können. Daher haben wir von Beginn an auf die nationale Karte gesetzt. Sicherlich die richtige Entscheidung. Wir haben inzwischen ein großes Stammpublikum und viele Gäste, die auch den Wellness-Aspekt mit den Limes-Thermen sehr schätzen. Unser Alt-OB hat einst ausgerechnet, dass unser Jazzfest an den fünf Tagen zwei Millionen Euro Kaufkraft in die Stadt bringt. Dem will ich nicht widersprechen.

Was waren für Sie persönlich die Highlights dieser 20 Jahre?

HUG: Das Festival ist ja sehr amplitudisch verlaufen, und wir konnten trotz manchem finanziellen Desaster 20 Jahre überleben. Das ist für mich der eigentliche Erfolg. Heute sind wir noch immer ein Festival mit einem hohen Grad an Freiheit. Das heißt, wir sind nicht von einem Sponsor abhängig. Sollte die Stadt Aalen sagen, wir müssen die finanzielle Förderung kürzen, könnten wir das Jazzfest durchaus in eine andere Stadt verpflanzen. Auch andere Städte zeigen großes Interesse.

Was sind für Sie die besonderen Coups des Jazzfests 2011?

HUG: Der Auftritt von ZAZ, die in Aalen ihr einziges Konzert in Süddeutschland gibt, und dann bis 2013 wohl nicht mehr auf der Bühne stehen wird. Der einzige Gig in Deutschland von Aaron Neville, einer Soul-Legende. Natürlich auch die Konzerte von Eumir Deodato oder George Duke, der sich bei seiner Live-Premiere in Aalen vor einem Jahr sehr wohlgefühlt hat. Damals signierte er nach dem Konzert zwei Stunden lang seine Alben.

25.10.2011 - 08:30 Uhr

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