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Chérie spielt „skurrile Popmusik“

Die Tübinger Band macht die Liebe zum Thema, die Liebe und nochmal die Liebe

Mit „skurrilem Pop“ will die Tübinger Band Chérie die Herzen der Musikwelt erobern. Das eine und andere hat sie bereits eingefangen. Jetzt will sie durchstarten. Der Rhythmus stimmt, die Melodien gehen ins Ohr und die Texte erreichen lyrische Qualitäten.

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Tübingen. Michael Uhl hat einen Traum: Der Gitarrist der Tübinger Band Chérie sieht sich in einem pinkfarbenen Cadillac, Baujahr 1959, mit Weißwandreifen und Lenkradschaltung, seine Bandmitglieder abholen und in die Hauptstadt Berlin fahren. Dort steigt die Band aus, geht auf einem ausgerollten roten Teppich und holt sich ihre erste Goldene CD ab.

Artikelbild: Die Tübinger Band macht die Liebe zum Thema, die Liebe und nochmal die Liebe Die Tübinger Band Chérie in ihrem Proberaum im Sudhaus . Von links nach rechts: Michael Uhl, Cosma-Sophia Leiner, Adrian Kunkel und Niklas Corall. Hantke

Ein anspruchsvoller Traum. Anspruchsvoll ist aber auch die Musik der Band. Die durchweg deutschen Texte haben lyrischen Charakter, handeln von Liebe und Liebesleid, vom sich Verlieren und vom Wiederfinden, sie wollen verlorene Paradiese ergründen. Musikalisch geht’s mal rockig-poppig zu, mal sachte sentimental, stets jedoch melodiös. Mit marktgerecht produzierten Stücken hat Chérie aber nichts im Sinn. Die Band macht ihr eigenes Ding.

Artikelbild: Die Tübinger Band macht die Liebe zum Thema, die Liebe und nochmal die Liebe

Sängerin Cosma-Sophia Leiner, früher bei den Mooncats, gibt den Stücken hier ihre jazzig-bluesige, dort ihre soulige Note, und manchmal auch eine mädchenhaft unbekümmerte Klangfarbe. Wer sich auf die neuen Töne von Chérie einlässt, geht auf eine stilvolle Entdeckungsreise in die „skurrile Popmusik“. Denn so nennt die Band selbst ihre Stilrichtung, eine Mischung aus unterschiedlichen Einflüssen.

Artikelbild: Die Tübinger Band macht die Liebe zum Thema, die Liebe und nochmal die Liebe

Schlagzeuger Adrian Kunkel etwa hat musikalisch eine Metal- und Hard-Core-Geschichte hinter sich, und Bassist Niklas Corall liebte es funkig und rockig. Aus der Rock-, Pop-, Blues-, Soul- und Funk-Ecke kommt Cosma-Sophia Leiner, und Django Reinhard ist mit seinem Zigeuner- und Gypsy-Swing für Gitarrist Michael Uhl stilbildend. Komplett ist die Band erst seit vier Wochen. Da kam Philosophiestudent Niklas Corall hinzu. Seit April dabei ist Adrian Kunkel, und Combogründer sind gewissermaßen Cosma-Sophia Leiner und Michael Uhl.

Artikelbild: Die Tübinger Band macht die Liebe zum Thema, die Liebe und nochmal die Liebe

Die Texte stammen ausschließlich aus der Feder der Sängerin, die musikalische Umsetzung macht sie gemeinsam mit Michael Uhl. Zwischen 20 und 25 Liedern hat Chérie zusammen, das würde gut für eine CD reichen. Die ist auch angedacht, im kommenden Jahr soll’s soweit sein. Bislang ist die Band vier Mal in Tübingen aufgetreten.

Demnächst soll es jedoch auch außerhalb der Tübinger Grenzen den skurrilen Pop geben. Es drängt sie über die baden-württembergischen Grenzen hinaus. Vielleicht erfüllt sich eines Tages doch der Traum von Berlin und der Goldenen CD. Denn „Musik ist mehr als nur ein Hobby“, sagt Leiner. Und selbstbewusst fügt sie hinzu: „Es gibt keine Band, die vergleichbar mit uns wäre“.

ede

Die nächsten Auftritte von Chérie sind am 5. Januar 2010 im Reutlinger „Oscars“ und am 6. Februar im Tübinger „Last Resort“, Mühlstraße.

Ein Video von Chérie bringen wir am Mittwochabend.

30.12.2009 - 08:30 Uhr | geändert: 02.02.2010 - 16:45 Uhr

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