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Im Schatten von HAP

Vor 25 Jahren starb Riccarda Gregor-Grieshaber

Heute vor 25 Jahren starb die Künstlerin Riccarda Gregor-Grieshaber. Bekannt wurde sie vor allem als Ehefrau von HAP Grieshaber. Ihr Schaffen als Malerin geriet darüber fast in Vergessenheit.

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uschi kurz
Anlässlich des 25. Todestages von Riccarda Gregor-Grieshaber stellt das Kunstmuseum Spendhaus am ... Anlässlich des 25. Todestages von Riccarda Gregor-Grieshaber stellt das Kunstmuseum Spendhaus am Donnerstag ihr Gemälde „Odeon“ vor. Bild: ST

Reutlingen. Riccarda Gregor-Grieshaber wurde am 3. Dezember 1907 als Tochter des Kunstmalerehepaars Richard und Gertrud Pfeiffer in Breslaus geboren. Sie studierte Kunst in Königsberg und Berlin und verwendete den Künstlernamen Ralf Gregor. HAP Grieshaber lernte sie 1951 an der privaten Kunstschule im ehemaligen Kloster Bernstein bei Sulz kennen, die von ihrem Bruder Hans Ludwig Pfeiffer mitgegründet worden war. 1952 zog Riccarda mit ihrer Tochter aus erster Ehe, Christiane Franziska (Nani), zu Grieshaber auf die Achalm, ein Jahr später heiratete sie den Reutlinger Holzschneider. Nani wurde Grieshaber adoptiert, 1954 kam dann die gemeinsame Tochter Ricca zur Welt.

Riccarda Gregor-Grieshaber, die als Künstlerin immer im Schatten von Grieshaber stand, gab das Malen Mitte der 50er Jahre ganz auf und trat lediglich noch als Autorin in Erscheinung. Dem malerischen Werk von Riccarda Gregor-Grieshaber widmete das Reutlinger Kunstmuseum Spendhaus 2004 eine Ausstellung. Das Spendhaus besitzt insgesamt 56 Gemälde, die in den 40-er und 50-er Jahren entstanden und im Laufe der Jahre als Schenkung in das Haus gekommen sind. Die Werke Riccarda Gregor-Grieshabers weisen eine breite stilistische und thematische Vielfalt auf. Nach teilweise aufwändiger Restaurierung wurden damals erstmals eine Auswahl von 35 Arbeiten öffentlich gezeigt.

Am Donnerstag lädt das Spendhaus um 18 Uhr wieder zu seiner Gesprächsrunde „Bild des Monats“ ein. Anlässlich des Todestages von Riccarda Gregor-Grieshaber wird das Ölgemälde „Odeon“ vorgestellt, welches die Künstlerin vermutlich in den 1940er Jahren gemalt hat. Ausgehend von stilistischen Vorbildern des Expressionismus, schuf Gregor-Grieshaber eine Großstadtszene aus dem Rotlichtmilieu. „In kontrastierendem Hell-Dunkel und mit kräftigen Farben schildert sie das ungleiche Paar eines uniformierten Mannes und einer sich schminkenden Frau, deren Darstellung deutlich auf die Käuflichkeit der Liebe verweist“, so beschreibt der Stellvertretende Leiter des Kunstmuseums Ralf Gottschlich, der das Gespräch moderiert, das Werk. Die Teilnahme an der Gesprächsrunde ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

24.08.2010 - 08:30 Uhr
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