Irische Musiker heizten am Montagabend im Sudhaus beim „Irish Spring Festival“ dem Publikum mit rasanten Melodien ein.
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Lenka Fehrenbach
Skellig auf dem „irish Spring Festival“ im Tübinger Sudhaus. Bild: Metz
Tübingen. Die Harfe, Irlands Wahrzeichen, eröffnete das zehnte „Irish Spring“ Festival an Montagabend. Gráinne Hambly und William Jackson spielten zum Auftakt des Festivals für Irish Folk Music im Sudhaus schottische und irische Lieder und Tänze. Sie entführten die rund 300 Zuhörer mit traditionellen Instrumenten in die weite, irische Landschaft.
Jackson brachte das Publikum mit humoristischen Einlagen zum Lachen und schilderte seine Schwierigkeiten, als er mit seiner Harfe in die USA einreisen wollte. Die Gruppe Skellig trat dieses Frühjahr das erste Mal außerhalb Irlands auf. Die ausgelassene Musik der Geigerin Niamh Varian-Barry, des Flötisten Alan Doherty und des Gitarristen James Ryan rissen die Zuhörer mit. Die drei Musiker spielten virtuose, rasante Stücke. Varian-Barry, die als Klassik-Geigerin bekannt ist, begeisterte im Sudhaus nicht nur mit ihrer Geige, sondern auch mit ihrem Gesang.
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Riverdance Tänzers Colin Ryan. Zusammen mit Skellig brannte er ein rhythmisches Feuerwerk ab. Ryan modulierte seinen Stepptanz von laut bis leise. Seine mit 600 Nägeln beschlagenen Schuhe fesselten die Zuhörer mit mitreißenden Rhythmen, Sprüngen und Pirouetten.
Ruhiger wurde es mit Ruth Dillon. „Heute Nacht sind es nur ich und ihr“, kündigte sie ihren Auftritt an. Alleine mit ihrer Gitarre sang sie Volkslieder und eigenen Kompositionen. Die Sängerin verband in ihren Liedern keltische und nordamerikanische Elemente.
Zwei besondere Instrumente hörte das Publikum mit Eamonn Galldubh und dem Trio-Runa. Galldubh spielte den irischen Dudelsack, teilweise dreistimmige. Mairead Hurley musizierte auf der Konzertina – ein Instrument, das einem kleinen Akkordeon gleicht. Gitarrist Fionán de Barrra und Sängerin Shannon Lambert-Ryan vervollständigten das Ensemble. Die Musiker hatten sich speziell für das „Irish Spring Festival“ zusammengeschlossen und spielten traditionelle Lieder mit Jazz-Variationen.
Als alle Künstler zum Abschluss das Konzerts gemeinsam musizierten, wurde es eng auf der Bühne. Die Vielfalt der irischer Musik: gälische und englische Lieder, melancholische und rasante Melodien, ließ die Zuhörer schließlich von ihren Stühlen aufspringen.