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Ein Budshed-Sommeratelier

Shedhalle und plattform: no budget organisieren zweiwöchige Kunstaktion

Was vom 20. August bis zum 3. September in der Shedhalle unter dem Titel „Gleich Zeit“ stattfinden wird, ist mehr und anderes als eine weitere Ausstellung. In Zusammenarbeit mit der plattform: no budget reisen Künstler zum gemeinsamen Sommeratelier an.

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Peter ertle
So sah es letztes Jahr beim Licht- und Videokunstfestival der Plattform in der Shedhalle aus. ... So sah es letztes Jahr beim Licht- und Videokunstfestival der Plattform in der Shedhalle aus. Diesmal kommen auch andere Künste zum Zug. Archivbild: Sommer

Tübingen. Acht Jahre lang gab es das Medienfestival im Leibnizhaus, drei Mal die Medienkunstausstellung in der Shedhalle. Letztes Jahr veranstaltete die plattform: no budget dort zum ersten Mal ein Licht- und Videokunstfestival. Nun gehen sie neue Wege: Gemeinsam mit dem Verein Shedhalle laden sie vom 22. August an zwei Wochen Künstler unterschiedlichster Sparten in den ehemaligen Schlachthof. Sie sollen dort in einem Sommeratelier unter dem Thementitel „Gleich Zeit“ gleichzeitig ihre Kunst präsentieren. Wobei die Künstler gern andere und weitere Assoziationen haben dürfen. Das Thema soll sich gerade nicht darin erschöpfen, dass alle gleichzeitig vor sich hin werkeln. Austausch, Zusammenarbeit, gegenseitige Anregung ist gefragt: Bei der Finissage am 3. September soll ein gemeinsames Ergebnis präsentiert werden.

Andererseits sind die zwei Wochen davor entschieden mehr als nur ein Arbeiten für die Finissage. Vielmehr handelt es sich um eine sich stündlich ändernde Ausstellung, die den work in progress abbildet und täglich jeweils von 16 Uhr an besucht werden kann. Im Rahmenprogramm gibt es viele Workshops, abends treten nach guter Medienfestivaltradition DJs und Bands aus der Region auf.

Man habe einfach nicht immer dasselbe machen wollen, sagt Jela Bauer von der plattform: no budget. Und das wollte offenbar auch die Shedhalle nicht, beide Vereine trugen nun mit ihren Vorstellungen zum gemeinsamen Projekt bei. Federführend brachten Christian Palmizi und die Tübinger Künstlerin Margit Busch Ideen ein.

Bereits vor Monaten umriss man die Aktion in einer Ausschreibung für Künstler. Gut zwanzig Maler, Musiker, Videokünstler und andere Performancer sind nun dabei, teils von weither wie Linda K. Anderson aus Buffalo, Sarah Younan aus Cardiff, Martina Kartelo aus Le Kremlin-Bicetre oder Olivia Glasser aus Manchester. Auch aus Berlin und Wien kommen sie angereist. Und natürlich sind Tübinger dabei wie Margit Busch oder Susanne Vangerow. Aber, deutet Jela Bauer an: Wenn sich jetzt noch jemand melde, man hätte wohl noch ein offenes Ohr respektive einen Platz.

Was die Künstler in den zwei Wochen machen, bleibt ihnen überlassen. Das Rahmenprogramm ist zwar noch nicht komplett, die Eckpunkte stehen aber schon. So wird es einen Fotoworkshop geben, einen Workshop zu „Elektronischer Kunst mit Mikroprozessoren“, außerdem einen Workshop „Das Buch als Momentaufnahme“, in dem Bücher crossmedial in Echtzeit konzipiert und produziert werden sollen. Desweiteren wird – gemeinsam mit der Wüsten Welle – ein Radioworkshop plus Livesendung aus dem Sommeratelier angeboten. Im Workshop „Schlachthof Areal revisited“ soll Bildmaterial vom alten Schlachthof neu aufgearbeitet werden. Und weil Zeit auch philosophische und politische Aspekte birgt, befasst sich ein Workshop auch mit Ernst Bloch.

Auch ein Café sowie eine Strandinstallation samt Bar wird es geben. Da fehlt eigentlich nur noch das Meer dazu. Ein durch die Shedhalle schwappendes Meer an Kunst, Austausch und Begegnung. Das wäre ihnen zu wünschen.

Info: Nähere und aktualisierte Informationen auf der Homepage unter www.plattform-nobudget.de

10.08.2011 - 08:30 Uhr
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