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Probleme bei der Bohrung

Für den Rathausanbau geht’s nur bis 93 Meter

Werkrealschule, Baggersee und der Rathausanbau waren die großen Themen 2012 in Kirchentellinsfurt. Die Gemüter erhitzte ein Künstler-Nachlass und ein Kirchen-Zuschuss.

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Kirchentellinsfurt. Das Jahr begann mit einem Schulstreit: Weil der Gemeinderat den Schülertourismus beenden wollte, wurde die gemeinsame Werkrealschule mit Kusterdingen beerdigt. Vom neuen Schuljahr an gab es bereits eine Kooperation von Werkrealschule und Realschule, das Ziel ist allerdings eine richtige Gemeinschaftsschule.

Die Erdwärmebohrung für den Rathausanbau stieß auf eine problematische Bodenschicht. Archivbild: ... Die Erdwärmebohrung für den Rathausanbau stieß auf eine problematische Bodenschicht. Archivbild: Gokeler

Gleich drei Bürgermedaillen verlieh Schultes Bernhard Knauss im März. Peter Maier, Helmut Grauer und Karlheinz Zeeb waren die vom Schultes Geehrten. Sie erhielten die Auszeichnung beim ersten Jahresempfang der Gemeinde im März.

Im selben Monat begann die erneute Diskussion um den Baggersee: Baden oder nicht Baden? Der Gemeinderat entwarf drei Szenarien, die er den Bürgern vorlegte. Bei einer Versammlung im Oktober war das Votum ziemlich klar: Die Redner aus dem Publikum wollten weiterhin baden, den See sogar in Maßen ausbauen und sich an ihm erfreuen. Die Bedenken des Bürgermeisters wollte keiner so recht teilen. Er hatte die immensen Kosten für den Unterhalt ins Feld geführt. So geht die Diskussion im nächsten Jahr weiter.

Weiter, insbesondere aber voran geht’s mit dem Rathausanbau. Weil der jedoch mit Erdwärme geheizt werden soll, sollte eine Probebohrung Aufschluss über den Boden und seine möglichen Tücken geben. Das Ergebnis: Bei 93 Metern ist Schluss, sonst besteht die Gefahr, dass aus Anhydrid bei Kontakt mit Wasser zu Gips wird und aufquillt. Im November war Spatenstich für den rund 2,7 Millionen teuren Bau.

Von dem Schatz, den Kirchentellinsfurt geerbt hat, kann die Gemeinde nichts für den Bau des Rathauses abzwacken. Denn das sind weit über 300 Bilder des Künstlerehepaares Hildebrand. Über Sinn und Unsinn der Erbschaftsannahme wurde im Rat heftig gestritten. Das Gremium nahm schließlich an.

Etwas Ärger machte auch eine seit 1891 bestehende Vereinbarung, wonach sich die Gemeinde am Unterhalt für Kirchturm, Glocken und Uhr der Martinskirche beteiligen muss. Für eine Fortführung der jährlichen Zuwendung fand sich nur eine knappe Mehrheit. ede

31.12.2012 - 08:31 Uhr | geändert: 31.12.2012 - 09:05 Uhr

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