Bevor sich die Bodelshäuser Feuerwehrmannschaft am Samstag im Floriansstüble ihrem traditionellen Schnitzelessen widmete, fasste Kommandant Rolf Steeb die Ereignisse des vergangenen Feuerwehrjahres zusammen.
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Bodelshausen. Nur 14 Mal musste die Bodelshäuser Feuerwehr 2009 ausrücken, um kleine Brände zu löschen oder technische Hilfe zu leisten. Einmal war sie zur Stelle, als eine Person aus einem Unfallfahrzeug befreit werden musste. Im Vergleich zu den vorangegangenen Unwetterjahren sei 2009 „Gottseidank ein normales Jahr“ gewesen, sagte Bürgermeister Uwe Ganzenmüller in seinem Grußwort. Auch Kreisbrandmeister Karl Herrmann sprach von einem „unproblematischen Jahr.“
Um die Einsatzroutine der Wehr für eventuelle Ernstfälle zu erhalten, kamen die Feuerwehrleute 20 Mal zu Übungen zusammen. Tatsächliche Brände seien in Bodelshausen erfreulich selten geworden, stellte Steeb fest. Gerade deshalb hatten Brandszenarien mit Atemschutzeinsatz Priorität. Bei der Hauptübung wurde im Disco-vernebelten Jugendhaus „Fokus“ eine Fettexplosion simuliert. Die Zuschauer seien geschockt gewesen, was „ein Schäpfchen Wasser“ in heißem Fett anrichten könne, erinnerte sich der Kommandant.
Für den guten Leistungs- und Ausbildungsstand unter den Feuerwehrleuten sorgte auch im vergangenen Jahr der stellvertretende Kommandant Olaf Nill. Marco Steeb leitete die 15-köpfige Jugendfeuerwehr, aus der – wie der Kommandant lobte – „gut ausgebildete, engagierte Jungs“ in die aktive Wehr nachrücken. In Bodelshausen werde die gleichberechtigte Integration der Neulinge in die aktive Wehr frühzeitig vorbereitet, bestätigte Marco Steeb. Mit den am Samstag frisch ernannten Feuerwehrmännern Patrick Haug, Florian Männing und Steven Müller zählt die Bodelshäuser Wehr wieder 49 Mitglieder.
Besonderen Dank vom Kommandanten bekamen Jens Rieker und Patrick Heusel, die alle 300 Feuerwehrschläuche überprüft hatten, und vor allem Markus Nill, der sich mit dem Umbau des Gerätewagens Hochwasser „ein kleines Denkmal“ geschaffen habe. Ganzenmüller hob diese Eigenleistung als „Paradebeispiel für Kostenbewusstsein und Effektivität“ hervor. „Die Feuerwehr spart für die Kommune“, sagte er.
Ließ Nill nur ungern in den Ruhestand
Auch Geselligkeit und Kameradschaftlichkeit kamen 2009 nicht zu kurz. Die Feuerwehr machte einen Ausflug ins Elsass und besuchte fünf Tage lang die Partnergemeinde in Soltvatkert. Allerdings, so betonte der Kommandant, würden alle Vergnügungen vorher beim Backfest, Dorffest oder beim Christbaumverkauf „erarbeitet“.
Für 25 Jahre „Know-how, Erfahrung und Pflichttreue“ bekam Thomas Schäfer von Kreisbrandmeister Herrmann das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen überreicht. Den 65-jährigen Chefgerätewart und Brandmeister Horst Nill, seit 1966 Mitglied der Feuerwehr, entließ Rolf Steeb „nur ungern“ in den Ruhestand. Er sei immer da gewesen, wenn man ihn brauchte, charakterisierte er den Scheidenden.
Thomas Herter und Heinz Nill wurden vom Bürgermeister zu Hauptfeuerwehrmännern befördert, Christian Haag bekam den Rang eines Löschmeisters, Marco Steeb den eines Oberlöschmeisters verliehen.sum