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Hildegard und Montserrat

Erstes Nehrener Kulturvesper im evangelischen Gemeindehaus

Gleich so ein Erfolg! Das allererste Kulturvesper in Nehren. Am Samstagabend im evangelischen Gemeindehaus, Unterhaltung, Gespräch, Mahlzeit.

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Jürgen Jonas
Schwarzlicht-Theater beim ersten Nehrener Kulturvesper am Samstagabend, die Nehrener Jongliergruppe ... Schwarzlicht-Theater beim ersten Nehrener Kulturvesper am Samstagabend, die Nehrener Jongliergruppe ließ Diabolos, Keulen (im Bild), Ringe und Bälle fliegen. Bild: Rippmann

Nehren. Mit manchem Problem hatte die Gemeinde gerechnet, aber nicht mit diesem. Die Überfüllung nämlich brachte dann doch Gäste zum Abdrehen. Mehr als zweihundert Nehrener begrüßte Pfarrer Siegfried Fischer am frühen Samstagabend um 18 Uhr im vollen Saal des Gemeindehauses. Zum ersten Kulturvesper. Wünschte Genuss bei Unterhaltung und Gespräch, verbunden mit dem wohligen Gefühl, der Schöpfung ein ganz klein bisschen unter die Arme zu greifen. Denn der Reinerlös soll zunächst der Energieeinsparung an dem Gebäude zugute kommen, das mehr als ein Jahrhundert alt ist. Heizung, Fenster, Dach sind zu richten. Margret Schott dankte Fischer besonders, für Idee und hauptsächliche Arbeit am Gelingen, wobei sie viele Helfer gefunden und auch bei der Programmgestaltung eine gute Nase gehabt hatte.

Die „Steinlach Stompers“ übertrugen wieder einmal ihren Spaß an der Musik, indem sie ihre erprobte Mixtur aus Dixieland, Swing und deutscher Tonfilm zu Beginn und am Ende des Abends darboten. Uwe und Giovanna Imig holten die „Singenden Socken“ auf die Bühne. Ein großes, weißes Bettlaken, das ein Schloss schauspielerte, aus den Fenstern schauten zwei Strümpfe, die, passend zu dem Liebespaar-Duett zwischen Montserrat Caballé und Freddie Mercury, das Maul aufrissen.

Wozu dann noch aus den anderen Fenstern der Fußbekleidungs-Chor sich gesellte. „Tango-Barbara“ besteht aus einer Geige, einem Akkordeon, Barbara Schott und Erhard Petzold. Diese vier verstanden es, in gemeinsamer Arbeit Tangos und Musette-Walzer so liebreizend in die Gehörgänge zu schmeicheln, dass Zugaben erforderlich wurde. .

Dann wurde es sehr dunkel im Saal. Schwarzlicht trat ein. Darin kam eine Nehrener Jongliergruppe auf neuartige Weise zur Geltung. Große Zauberhände waren das einzig Wahrnehmbare auf der Bühne, leuchtende Bälle und glühend rote Kugeln gingen zwischen ihnen hin und her. Ein leuchtendes Diabolo zeichnete magische Linien in die Finsternis, geheimnisvolle Ringe flogen (Gudrun Märkle, Bruno Baumeister, Peter Brauchle). Aahs und Ooohs ertönten, bei Auftritt und perfektem Tanz der vier Swinger-Mädchen in ihren strahlend weißen Engelskostümen (Johanna Roth, Mahalia Stockbridge, Rebekka Denninger, Leonie Kern). Am Ende die brüchige Stimme der Hildegard Knef: „Für mich soll's rote Rosen regnen“, wie aus dem Nichts fielen rote Rosen auf den Bühnenboden. Viel Beifall gabs für alle Künstler.

Deftig war das Vesper-Beißbeiwerk, Leberkäs mit selbstgebackenem Brot oder Kartoffelsalat, Kürbissuppe, reich begriebtes Schmalz von Originalwildsau aus dem Nehrener Forst. Nicht zuletzt trugen zum Wohlgefallen die Jugendguppe „X“ und die Konfirmanden bei, die allesamt mit fleißiger Freundlichkeit, aufmerksam wie etwa Franziska und Tobias, die Besucher bedienten.

02.03.2010 - 08:30 Uhr
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