Auftakt für das neue Gesundheitszentrum von Ultrasports
Dank dem neuen Gewerbegebiet Braike ist Ultrasports in Kusterdingen geblieben. Am Ortsrand entsteht nun der Firmenneubau des Unternehmens für Sportler-Ernährung und Gesundheitsberatung.
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Ulrike Pfeil
Rein symbolisch stießen die vier Männer (im rötlichen Hemd Ultrasports-Unternehmer Dr. Wolfgang Feil, rechts und links von ihm Helmut Heine und Wolfgang Knöpfle vom Bauunternehmen Projekt Holzbau aus Bissingen unter Teck, links Bürgermeister Jürgen Soltau) gestern ihre Spaten in den Boden der Baugrube, die der Bagger schon bereitet hat. In dem ausgehobenen Karree beim Kusterdinger Kreisverkehr baut der Sportlernahrungs-Hersteller ein Gesundheitszentrum für Präventivmedizin. Bild: Metz
Kusterdingen. Von einem „Zentrum für ganzheitliche Gesundheitsversorgung“ spricht der Ultrasports-Gründer und Nährstoff-Experte Dr. Wolfgang Feil. Der dreigeschossige Neubau auf 1000 Quadratmetern Grundfläche wird seiner Forschungsgruppe für Sportler- und Gesundheitsnahrung beherbergen (sie entwickelt unter anderem leistungssteigernde Drinks und Riegel), außerdem Schulungsräume für Heilberufler und schließlich, im Dachgeschoss auf 600 Quadratmetern, ein „präventivmedizinisches Zentrum“, in dem sich sechs an ganzheitlicher Medizin orientierte Ärzte, Heilpraktiker, Osteopathen niederlassen können.
Der Sportwissenschaftler und Biologe Wolfgang Feil hat sich als Nährstoffberater von Spitzensportlern und als Buchautor einen Namen gemacht. Zu seinen Klienten zählen Bundesligavereine, Nationalteams und Olympiateilnehmer verschiedener Disziplinen.
Die Firma Ultrasports, die mit 20 Arbeitsplätzen bisher in der Kusterdinger Raiffeisenstraße ansässig war, will auf 40 bis 50 Mitarbeiter expandieren und dachte schon an einen Wegzug aus Kusterdingen. „Wir waren auf dem Sprung, Sie haben uns gehalten“, sagte Feil gestern bei einer kleinen Spatenstich-Zeremonie zum Baubeginn zu Kusterdingens Bürgermeister Jürgen Soltau und würdigte dessen Einsatz für eine schnelle Realisierung des Gewerbegebiets.
Soltau gab den Dank zurück: „Sie haben an uns geglaubt.“ Für Kusterdingen freute sich der Bürgermeister „riesig“, dass die moderne Dienstleistungsfirma auf dem Gesundheitssektor gleich am Ortseingang ein Aushängeschild des lokalen Gewerbes sein wird.
Der Neubau solle sich optisch und ökologisch einfügen, versprach Feil. Von der Straße etwas zurückgesetzt, lässt er der historischen Scheuer, einer Kusterdinger Landmarke am Kreisverkehr, weiterhin den Vortritt. Und mit Rücksicht auf die Scheuer wird er ebenfalls in Holzbauweise mit Material aus der Region errichtet. Mit dem Architekten, Josef Gebauer aus Tübingen, verbindet Feil eine Lauffreundschaft – die beiden haben schon zusammen am New York-Marathon teilgenommen.
Auch Praktikanten aus den USA werden in Kusterdingen auftauchen. Feils Forschungsgruppe hat Partnerbeziehungen zu einer Universität in Florida und tauscht sich wissenschaftlich mit amerikanischen Kollegen aus. „Die sind dort“, sagt Ehefrau und Geschäftspartnerin Andrea Feil, „immer einen Tick weiter.“
Beim neuen Firmengebäude wird auch eine Laufbahn angelegt. Zum Einzug – voraussichtlich im November – soll es ein Eröffnungs-Sportfest mit Spitzensportlern geben.