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Dickes Dankeschön an die Aktiven

180 Gäste beim ersten Ehrenamtsabend in Entringen

Auf Urkunden und besondere Auszeichnungen wurde verzichtet. Stattdessen feierten Ammerbuchs Ehrenamtliche gemeinsam das Ehrenamt.

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Simon Wörpel
Auch mit Blasmusik und einem Bilderquiz feierten Vereinsaktive am Freitag in Entringen den ... Auch mit Blasmusik und einem Bilderquiz feierten Vereinsaktive am Freitag in Entringen den Ehrenamtsabend. Bild: Franke

Entringen. „Ihr ehrenamtliches Engagement trägt dazu bei, dass unsere Gemeinde liebenswert ist“, sagte Ammerbuchs Bürgermeister Friedrich von Ow am Freitag beim Ehrenamtsabend in Entringen. Zum ersten Mal lud die Arbeitsgemeinschaft Ammerbucher Vereine (AGAV) zu einem solchen Abend in die Turnhalle in Entringen. Dort wurde allen in Ammerbuch tätigen Ehrenamtlichen gedankt – mit Musik, Turn- und Tanzvorführungen und gutem Essen.

„Wir wollten keine Ehrung mit Urkunde für besondere Verdienste machen. So wurde heute jeder geehrt, vom Grundschüler, der die Gemeindeblumen gießt, bis zum 80-Jährigen in der Hausaufgaben-Betreuung“, sagte Trudi Claas, Sprecherin der AGAV und Mit-Organisatorin. Sie war mit der Premiere sehr zufrieden. Für die Veranstaltung wurde nicht viel geworben. Außerdem gab es keine vorherige Anmeldung, sodass ungewiss war, wie viele Ehrenamtliche kommen würden. Doch mit mehr als 180 Gästen, wie Claas schätzte, sei es auch in dieser Hinsicht ein erfolgreicher Abend gewesen.

Das fanden auch Jens Ochsenreither, Oliver Bausch und Steffen Küfner vom Jugendrotkreuz. Sie genossen es, einmal auf einer Veranstaltung nicht „im Dienst“ zu sein. „Unser Vorstand hat uns hierhin eingeladen, und wir haben uns einfach mal überraschen lassen“, sagte Oliver Bausch. Die Erwartungen des 18-Jährigen wurden nicht enttäuscht.

Die Jugendlichen sind seit 1999 beim Jugendrotkreuz aktiv. „Wie das halt beim Ehrenamt oft ist: Man rutscht irgendwie rein und dann bleibt man auch da“, sagte Steffen Küfner, 19. Aber das sei für sie kein Problem, denn ihnen gefällt es, beim Roten Kreuz mitzuarbeiten. Neben der Tatsache, dass man anderen Menschen helfen oder sogar Leben retten könne, sei es „wie eine große Familie, und es macht großen Spaß“, sagte Jens Ochsenreither. „Dieser Abend ist ein gutes Symbol für Ehrenamtliche“, sagte Steffen Küfner. Einmal im Jahr, findet das Trio, wäre so eine Aufmerksamkeit für die Ehrenamtlichen angebracht, die sehr viel Arbeit leisten, ohne je dafür Geld zu bekommen.

Ohne Engagement gäbe es keine Vereine

An dem vielfältigen Programm haben sich verschiedene Vereine aus der Region beteiligt. So gab es eine akrobatische Tanzvorführung von „Show Motion“, einer Gruppe von Mitgliedern des TSV Lustnau und der TSG Tübingen. Die „Sockhops“ vom SV Poltringen führten ihr Rope-Skipping-Programm vor, eine Art Seilspringen auf Wettbe-werbsebene. Außerdem hatten die Turner vom TSV Lustnau ihre Generalprobe für den Saisonstart in der Verbandsliga. Für musikalische Unterhaltung sorgten der Musikverein Eintracht Bierlingen sowie zwei Lehrer des Tübinger Wildermuth-Gymnasiums. Alle Vereine, das wussten die Anwesenden aus Erfahrung, würden ohne ehrenamtliches Engagement nicht existieren.

Außer den Vorführungen gab es noch ein Gewinnspiel, bei dem verschiedenen Fotos die richtigen Orte aus der Region rund um Ammerbuch zugeordnet werden mussten. Der Hauptpreis, ein elektrisches Fahrrad, wurde von den Stadtwerken gesponsert und ging an eine Ammerbucherin.

Die AGAV ist ein Dachzusammenschluss der Ammerbucher Vereine, der die Vereinszusammenarbeit koordiniert und Seminare veranstaltet zu Themen wie Organisation, Recht und Hygiene. Diesen Dachverband gibt es seit zehn Jahren. Im Juli wurde erstmals die Idee für den Ehrenamtsabend vorgetragen. Der Abend wurde dann mit der Gemeinde entwickelt, die auch das Essen finanzierte. Das Programm haben Volksbank, Kreissparkasse, Stadtwerke und die Ammertalbahn gesponsert.

Als die Gäste nach und nach gingen, kamen sie vor dem Haupteingang an Trudi Claas vorbei. Sie dankten der Organisatorin für den schönen Abend. Auch Oliver Bausch vom Jugendrotkreuz hat der Abend gefallen: „Das Programm war sehr gut.“ Der 18-Jährige hatte noch mehr davon: Er gewann eine Saisonkarte für das Freibad.

01.03.2010 - 08:30 Uhr
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