22.12.2012 Drucken Empfehlen
 per eMail empfehlen


   

Samstagsdemo für Frieden im Rathaus

Vertragt euch!

Verwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister in Starzach vertragen sich nicht. Jetzt wollen Bürger mit einer Demo für Frieden im Rathaus werben.

Anzeige


RAIMUND WEIBLE

Starzach "Die sollen sich zusammenreißen!" Horst Kessler, Vorstand der Narrenzunft Wachendorf, kann ihn einfach nicht verstehen, diesen Streit im Rathaus von Starzach. Seit mehr als acht Jahren gibt es dort Zoff zwischen Bürgermeister Thomas Nóe (Freie Wähler), seiner Verwaltung und dem Gemeinderat. "Diesen Konflikt muss man doch lösen können", sagt Kessler, der als Betriebsratschef gewohnt ist, Konflikte friedlich auszutragen.

Artikelbild: Vertragt euch! Trotz erfolgreicher Wiederwahl weiter unter Druck: Starzachs Bürgermeister Thomas Noé. Foto: R. Mozer

Zusammen mit anderen Starzacher Bürgern hat Kessler zu einer Demonstration für den Frieden im Rathaus aufgerufen. Am heutigen Samstag wollen sie sich auf dem Rathausvorplatz des Teilorts Bierlingen treffen und stumm die Bereitschaft aller Streithähne einfordern, ordentlich miteinander umzugehen. Kessler rechnet mit über 100 Teilnehmern.

Kessler nervt, dass seine Gemeinde (4400 Einwohner) ständig negative Schlagzeilen produziert. Alle paar Wochen füllen sich die Zeitungsspalten mit Berichten über Auseinandersetzungen im Rathaus. Auch Noés Wiederwahl am 29. September 2012 mit 68,7 Prozent bei 72 Prozent Wahlbeteiligung änderte daran nichts. Selbst der Versuch der Streitschlichtung Anfang 2010 durch einen kirchlichen Mediator blieb ohne nachhaltigen Erfolg. Der Personalrat hat die Mediationsvereinbarung einseitig aufgekündigt.

Der lange schwelende Konflikt innerhalb der Verwaltung eskalierte im August 2009, als nahezu alle Beschäftigten des Rathauses ihrem Chef per Brief Mobbing vorwarfen. Er übe Druck aus und rede ihre Leistungen in der Öffentlichkeit schlecht. Gegen diese Kritik verwahrte sich der Schultes.

Der Gemeinderat wollte den heute 45-jährigen Noé los haben und verzichtete demonstrativ bei der Ausschreibung der Bürgermeisterwahl auf den üblichen Zusatz "Der Amtsinhaber bewirbt sich wieder". Im September 2012 verboten die Räte dem Schultes, Personalentscheidungen allein zu treffen. Jetzt also ein neuer Anlauf, Frieden zu schaffen. "Das ist ein Versuch wert", sagt Kessler.

22.12.2012 - 06:30 Uhr | geändert: 22.12.2012 - 08:01 Uhr

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Das neue Glockenspiel der Stiftskirche

Stiftskirchenorganist Braun stellt das Glockenspiel vor

Verbraucherminister Bonde in der UDO-Großküche

Abtauchen im Uhlandbad: Gäste unter Wasser

Bodelshausen spielt gegen Poltringen/Pfäffingen 3:3 Millipay Micropayment

Senfit: die Seniorenmesse in Tübingen

104:64 - Tigers wie entfesselt im Abstiegskampf

Guerilla-Merketing mit der Laserkanone

Tübinger Nacht im April 2014

Video-Zusammenfassung: TV Derendingen - SC Freiburg II 1:0 Millipay Micropayment

Wendelsheim unterliegt Hirschau 0:2 Millipay Micropayment

Eine Zinser-Modenschau präsentiert aktuelle Sommertrends

SV Pfrondorf - TSV Hirschau 0:0 Millipay Micropayment

Endlich wieder ein Sieg: Tigers gegen Trier 74:67

Fuchs und Dachs in der Mörikestraße

SV Wurmlingen - TSV Dettingen 2:0 Millipay Micropayment

Hinter den Kulissen der Neckarmüllerei

Lagerhallenbrand in Pfäffingen

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Die beiden Neuankömmlinge im Glockengebälk: Sie stehen (beziehungsweise hängen) für das ...

Wissen, was war

Die Woche vom 12. bis 17. April: Tübinger tauchen ab, ein verdächtiger Patient und ein Glockenspiel für die Stiftskirche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse

Vor 50 Jahren: Kanzler Erhard besuchte Tübingen

Das „Wirtschaftswunder“ der Nachkriegszeit verkörperte Ludwig Erhard wohl wie kein anderer: Der CDU-Mann war wohlgenährt, hatte stets eine Zigarre im Mundwinkel „und eine gesunde Farbe des Erfolgs im Gesicht“, bemerkte der TAGBLATT-Chronist, als Erhard zu seinem ersten – und einzigen – Staatsbesuch nach Tübingen kam. Das war vor 50 Jahren, am 24. Februar 1964.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion