per eMail empfehlen


   

Fragen sind Fragen

Starzachs Bürgermeister bleibt bei seiner Linie

Starzachs Bürgermeister Thomas Noé reagiert betont staatsmännisch auf den Beschluss des Personalrats, die Mediationsvereinbarung aufzukündigen. Er sieht dahinter eine Kampagne gegen ihn. „Das hat Starzach nicht verdient“, sagt er zu den Schlagzeilen.

Anzeige


 

Starzach. Wie gestern berichtet, sieht sich der Personalrat nicht mehr an die Verschwiegenheitsvereinbarung gebunden. Die bei der Gemeinde Starzach Beschäftigten, die an der Schlichtung teilgenommen hatten, könnten somit auch öffentlich sagen, weshalb sie sich von ihrem Chef, Bürgermeister Noé, schlecht behandelt fühlten.

Starzachs  Bürgermeister Thomas Noé  Archivbild Starzachs Bürgermeister Thomas Noé Archivbild

Strebt Noé eine einstweilige Verfügung gegen die Aufkündigung der Vertraulichkeit an? „Ich hab’ mir noch keine Gedanken gemacht“, sagte er gestern. „Ich hab’ gerade wichtigere Dinge zu tun – zum Wohl der Gemeinde.“ Er selbst werde sich konsequent an die Ergebnisse der Mediation halten, über Personalangelegenheiten nicht öffentlich reden. „Andere Dinge werde ich rechtsstaatlich abarbeiten“.

Noé glaubt, dass hinter dem Wiederaufflammen des im Frühjahr 2010 scheinbar beigelegten Konflikts Einzelpersonen stehen, die ihm Böses wollen, damit zugleich der Gemeinde schaden. Selbst die „Bild“-Zeitung sei schon bei ihm gewesen. Noé sagte, er habe bei seiner Wiederwahl versprochen, allen die Hand zu reichen, die mit ihm im Streit lagen. Er sei von sich aus „auf einige Bürger zugegangen, meinen Mitarbeitern habe ich am 1. Februar allen die Hand gereicht“.

Gestern zitierten wir Punkt 1 aus der Mediationsvereinbarung. Sie betrifft hauptsächlich das Verhalten des Bürgermeisters. Freilich gab es gleichermaßen Vorkommnisse, die Noé als unkorrekt bewertet und die bei der Konfliktklärung auch angesprochen wurden. Unter Punkt 2 heißt es, für die Beschäftigten sei der Vorwurf, Noé „rede seine Mitarbeiter schlecht“, erledigt, nachdem er zugegeben hatte, Äußerungen von ihm hätten so verstanden werden können, auch wenn er sie so nicht gemeint habe. Noé hatte dies bedauert und sich entschuldigt.

Deshalb vereinbarten beide Seiten, „kritische Punkte offen und direkt, aber intern“ anzusprechen. Unter Punkt 4 heißt es, dass auch die Beschäftigten „an sich selbst und die von ihnen gemachten Äußerungen denselben kritischen Maßstab anlegen“. Ganz besonders sollten Äußerungen der Mitarbeiter/innen über den Bürgermeister und dessen Familienangehörige „nach außen unterbleiben“. Weiter: „Dies wird von den Mitarbeitern akzeptiert und an die KollegInnen vermittelt“.

Für eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Verwaltung, so formulierte Mediator Matthias Ball, sei es für die Mitarbeiter/innen „wichtig, sich von dem inneren Bild, ’Der Bürgermeister sieht immer nur unsere Fehler und macht uns immer schlecht‘, zu lösen“. Noés Aussagen sollten nicht gleich negativ aufgeladen werden, denn „Aussagen sind zunächst Aussagen und keine Wertungen, Fragen sind Fragen und keine versteckten Vorwürfe.“ gef

22.12.2012 - 08:30 Uhr | geändert: 04.03.2013 - 17:35 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Das neue Glockenspiel der Stiftskirche

Stiftskirchenorganist Braun stellt das Glockenspiel vor

Verbraucherminister Bonde in der UDO-Großküche

Abtauchen im Uhlandbad: Gäste unter Wasser

Bodelshausen spielt gegen Poltringen/Pfäffingen 3:3 Millipay Micropayment

Senfit: die Seniorenmesse in Tübingen

104:64 - Tigers wie entfesselt im Abstiegskampf

Guerilla-Merketing mit der Laserkanone

Tübinger Nacht im April 2014

Video-Zusammenfassung: TV Derendingen - SC Freiburg II 1:0 Millipay Micropayment

Wendelsheim unterliegt Hirschau 0:2 Millipay Micropayment

Eine Zinser-Modenschau präsentiert aktuelle Sommertrends

SV Pfrondorf - TSV Hirschau 0:0 Millipay Micropayment

Endlich wieder ein Sieg: Tigers gegen Trier 74:67

Fuchs und Dachs in der Mörikestraße

SV Wurmlingen - TSV Dettingen 2:0 Millipay Micropayment

Hinter den Kulissen der Neckarmüllerei

Lagerhallenbrand in Pfäffingen

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Die beiden Neuankömmlinge im Glockengebälk: Sie stehen (beziehungsweise hängen) für das ...

Wissen, was war

Die Woche vom 12. bis 17. April: Tübinger tauchen ab, ein verdächtiger Patient und ein Glockenspiel für die Stiftskirche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse

Vor 50 Jahren: Kanzler Erhard besuchte Tübingen

Das „Wirtschaftswunder“ der Nachkriegszeit verkörperte Ludwig Erhard wohl wie kein anderer: Der CDU-Mann war wohlgenährt, hatte stets eine Zigarre im Mundwinkel „und eine gesunde Farbe des Erfolgs im Gesicht“, bemerkte der TAGBLATT-Chronist, als Erhard zu seinem ersten – und einzigen – Staatsbesuch nach Tübingen kam. Das war vor 50 Jahren, am 24. Februar 1964.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion