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McDonald‘s mit Cash

Bankautomat vor der Haustür – Ofterdinger Gemeinderat macht den Weg frei

Die neue McDonald‘s-Filiale, die am Samstag als erste im Steinlachtal eröffnet werden soll, kriegt auch gleich einen Geldautomaten vor die Tür.

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Ernst Bauer

Ofterdingen. „SB-Point“ heißt das Ding. Sieht aus wie ein größeres Telefonhäuschen mit einem Bankomaten innen drin. Auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr machte der Ofterdinger Gemeinderat einstimmig den Weg frei für das kleine Zusatz-Gebäude an der Zufahrt zum neuen Schnellimbiss-Restaurant an der Mössinger Straße. Man musste dafür immerhin den Bebauungsplan „Beim Sportplatz“ noch einmal abändern und mit dem Betreiber der Fast-Food-Kette ein kleines Grundstücks-Tauschgeschäft vereinbaren.

Laut Hauptamtsleiter Alexander Schwarz war dies aber gar nicht so ungeschickt: „Die Gemeinde will eh einen Tausch machen, so dass der Gehweg wieder bei uns ist.“ Mit der Fläche, auf der dieser SB-Point gebaut werde, könne man eh nichts anfangen, bekräftigte Bürgermeister Joseph Reichert: „Es war insofern eine kleine Steilvorlage für uns!“

Eigentlich war die „bauliche Anlage“ nur innerhalb der bebaubaren Grundstücksfläche zulässig. der geplante Standort befand sich jedoch außerhalb, auf gemeindeeigenem Grund. Nun wurde der Bebauungsplan insoweit geändert, „dass ein Geldausgabeautomat mit einer maximalen Grundfläche von 25 Quadratmetern und einer maximalen Höhe von 3,5 Metern außerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche zulässig ist“.

Hartmut Blaich (SPD) sprach bereits von einem „Terminal“. Seine Fraktionskollegin Ruth Blaum hakte wegen des Verkehrs nach und fragte, ob da nicht größere Behinderungen zu erwarten seien, wenn dieser Imbiss eröffne und publikumswirksam auch noch der Geldautomat dazukommen. Schon jetzt sei die Situation an diesem Eck „etwas unübersichtlich“. Wie bereits gegenüber dem TAGBLATT geäußert (siehe Ausgabe vom 13. Dezember), sieht die Verwaltung die McDonald’s-Kreuzung nicht als sonderlich problematisch. Prompt hat es gestern gekracht. Was allerdings nichts mit dem Baustellenverkehr zu tun hatte.

„Die Nutzung ist dort in Ordnung“, meinte FWV-Gemeinderat und Architekt Hans-Otto Möck zu dem geplanten SB-Point mit Geldautomat. „Behinderungen wird‘s dort keine geben.“ Nahezu einstimmig wies das Gremium auch den Widerspruch eines privaten Grundstückseigentümers gegen den Bebauungsplan „Rohr“ ab – wegen eines Grünstreifens, der 1974 dort ausgewiesen worden war und nun bebaut werden soll. Einhelliger Tenor: „Wir wollen da unten ja ein Gewerbegebiet machen!“ Ein Grünstreifen, so Reichert, mache da absolut keinen Sinn. Die Gemeinde müsse sich schließlich auch weiterentwickeln können.

Reicherts stolzer Rückblick – Ofterdingen wächst
Nicht ohne Stolz zählte Bürgermeister Joseph Reichert in seinem Jahresrückblick 2012 eine ganze Reihe erfolgreicher kommunaler Projekte auf, darunter auch die Baugenehmigung für McDonald‘s („Es war eine unendliche Geschichte“) und die Gewerbefläche „Rohr“ („Wir können in die Vermarktung gehen“); auch das Baugebiet Banweg beim Kindergarten sei „in trockenen Tüchern“. Die Baumgräber im Friedhof seien gar zum „Erfolgsmodell“ geworden, Vorbild für andere Gemeinden.
Die Einwohner-Entwicklung sei „auch erfreulich“, so Reichert: Von 4554 (2010) über 4607 (2011) stieg die Zahl
aktuell auf 4637 (2012).


20.12.2012 - 08:30 Uhr

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