per eMail empfehlen


   

Theater, Schoki, Wein

„Prinzenrolle“ in Ofterdinger Zehntscheuer

Ein Theaterstück, in dem es um Schokolade geht, zusammen mit einer Weinverkostung, das klingt nicht nur lecker: 50 Gäste in der Ofterdinger Zehntscheuer überzeugten sich am Samstag Abend davon.

Anzeige


Michael Sturm

Ofterdingen. Es geht nichts über Schokolade. Es sei denn, man heißt Prinz Schokoherz, lebt im Schokoreich und wird von seiner Mutter mit Schokoküssen vollgestopft. Irgendwann reicht es.

Sieht ganz nach Schoko-Baby aus: Isabelle Guidi (rechts) als Prinz und Mirjam Orlowsky (links), in ... Sieht ganz nach Schoko-Baby aus: Isabelle Guidi (rechts) als Prinz und Mirjam Orlowsky (links), in diesem Fall als Lady After Eight. Bild: Franke

In „Prinzenrolle“ spielt Isabelle Guidi, ein Teil des Tübinger Duos Mirabelle, einen unsicheren Prinzen auf Freiersbeinen. Mirjam Orlowsky spielt um sie herum, mal als die Mutter in hölzerner, puppenhafter Hochmütigkeit, später in rasend schnellem (Kostüm-)Wechsel als die verschiedenen Prinzessinnen, die sich vorstellen. Aber ach, da sind seltsame Charaktere darunter, die den Prinzen nur verwirren und abschrecken: Prinzessin Praliné de Paris ist die Femme Fatale, die mit dem Prinzen spielt, ihn aber nicht an sich heran lässt. Nutella di Milano tatscht und klatscht an ihm herum, anstatt ihn zu küssen. Und Lady After Eight, äußerlich eine alte englische Jungfer, entpuppt sich als ein zu frivoles Frauenzimmer.

Nach jeder Enttäuschung greift der Prinz in das Rot-Kreuz-Täschchen an seiner Hüfte. Darin verbirgt sich eine Schokoladen-Ration – gegen den Frust. Als er die Hoffnung bereits aufgegeben hat, biegt die unkonventionelle Mona Chérie ums Eck. Sie besteht schließlich den Test: Sie kann nicht schlafen, denn sie spürt die Schokobohne unter den je 20 Matratzen und Daunendecken. Eben eine echte Prinzessin.

Zwischen den drei Akten der Vorstellung kosteten die Zuschauer von vier verschiedenen Weinen. Dazu reichten die beiden Schauspielerinnen Schokolade. Für den seit sechs Jahren in Ofterdingen lebenden Feinkosthändler Christian Karch war die Weinverkostung das erste Heimspiel. Er hatte das Duo Mirabelle bei einem früheren Auftritt mit der „Prinzenrolle“ im Tübinger Sudhaus angesprochen und die Kombination aus dem Theaterstück und der Weinverkostung in die Wege geleitet.

Als Apéritif bot Karch einen Palio Schoko-Minze Secco an, dessen schokoladige Aromen sich bestens mit der gereichten Süßigkeit verband. Es war der einzige mit Schokolade verfeinerte Wein an diesem Abend. Doch auch die anderen drei liefen noch besser den Gaumen hinab, wenn die Geschmacksknospen zuvor mit Schokolade angeregt wurden.

05.11.2012 - 08:30 Uhr

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

Anzeige

(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.

Bildergalerien und Videos

Mobil ohne Auto 2014 im Neckar-Erlebnis-Tal

Umbrisch-Provenzalischer Markt in Tübingen 2014

Tübinger Erbe-Lauf 2014

Demonstration gegen Tierversuche

Primaten, Proteste, Palmer

Die drei Lieblingsorte der Kirchentellinsfurter Bürgermeisterkandidaten: Bernd Haug

Die drei Lieblingsorte der Bürgermeisterkandidaten: Petra Kriegeskorte

TV Derendingen schlägt SV03 Tübingen 4:1 Millipay Micropayment

Ammerbucher Fliegerfest 2014

Stadtfest in Mössingen: Erst feucht, dann fröhlich

Horst Raichle, Bürgermeisterkandidat Kirchentellinsfurt

Trailer zum Poltringer Fliegerfest 2014

SV Seebronn schlägt SV Hailfingen 5:1 Millipay Micropayment

Die Dirndlknacker in Hirrlingen

Walter Tigers präsentieren das neue Team

SSC Tübingen schlägt TSG II mit 5:1 Millipay Micropayment

Toter und Totalschäden: Ein Massencrash zum Üben

Friedrichstraße feiert ihr neues Gesicht

Anzeige


Nachrichten aus ...
ReutlingenWannweilPliezhausenWalddorfh�slachAmmerbuchT�bingenDettenhausenKirchentellinsfurtKusterdingenGomaringenDusslingenOfterdingenMössingenNehrenBodelshausenHirrlingenNeustettenRottenburgStarzachHorb
Anzeige


Die Woche im Rückklick
Auf solchen Booten kommen die Flüchtlinge nach Italien. Wer diese Fahrt überlebt, braucht dringend ...

Wissen, was war

Die Woche vom 13. bis 19. September: Flüchtlinge hinters Landratsamt und weiter Debatte um Tübinger Tierversuche

Aktive Singles auf
date-click
Anzeige


Zeitzeugnisse
Anton Schäfle in Uniform. Das Bild entstand Anfang Februar 1917.

„Ich habe nämlich erbärmlich Hunger“

Der 18-jährige Musketier Anton Schäfle hat seinen Eltern seit seiner Ausbildung zum Soldaten im November 1916 bis zu seinem Fronteinsatz im Juni 1917 Briefe und Feldpostkarten geschickt. Die Wannweilerin Claudia Treutlein hat die Texte entziffert, fehlende Informationen recherchiert, alles dem TAGBLATT für die Veröffentlichung überlassen. Briefe und Karten sind ein Zeugnis des Hungers, den die Soldaten im Ersten Weltkrieg an der Front erleiden mussten. Nicht nur deshalb konnte sich Anton Schäfle für den Ersten Weltkrieg nicht begeistern; der Hof daheim war ihm viel wichtiger.

Anzeige


Ihr Kontakt zur Redaktion