Otto Bräuning nach 23 Jahren aus Gemeinderat verabschiedet
Nach 23 Jahren schied Otto Bräuning am Montagabend auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat aus. Für ihn rückte Ralf Burkhardt nach.
Anzeige
Neustetten. Für Otto Bräuning war der Abschied aus dem Gemeinderat keine Entscheidung aus dem Bauch heraus. „Ich hatte mir geschworen, dass ich ab 65 selbst über meinen Terminkalender bestimmen will“, sagte er. Dennoch sei ihm die Entscheidung schwer gefallen, denn mit Bürgermeister Gunter Schmid sei er bestens ausgekommen. „Es war eine schöne Zeit“, sagte er.
Otto Bräuning
Bräuning ließ sich 1989 erstmals von der Freien Wählergemeinschaft aufstellen und schaffte es laut Schmid „auf Anhieb und mit gutem Wahlergebnis“ ins Gremium. Seither saß er dort ununterbrochen. Von 1999 bis 2009 war er zudem erster stellvertretender Bürgermeister, ab 2009 zweiter. Diesen Posten übernimmt nun, einstimmig gewählt, Willy Katz.
Ralf Burkhardt
Schmid bescheinigte Otto Bräuning, „ein sehr volksnaher Gemeinderat“ gewesen zu sein, „tief in der Gemeinde verwurzelt, allseits bekannt“. Er sei mit den Anliegen und Sorgen seiner Mitbürger vertraut und habe stets Politik für die Menschen gemacht. So sei es nicht weiter verwunderlich gewesen, Bräuning etwa zu später Stunde im Jugendhaus im Gespräch mit Jugendlichen anzutreffen. Großes Engagement habe er auch bei der 900-Jahr-Feier der Gemeinde im vergangenen Jahr gezeigt. „Er ist einfach da, wenn es gilt, und er ist sich für nichts zu schade“, sagte Schmid.
Der Bürgermeister lobte Bräunings „ruhige, besonnene Art“. Seine Meinung habe er stets fair und aufrichtig vertreten und damit viele Jahre lang „eine ausgewogene und nachhaltige Kommunalpolitik gemacht“. Bräuning habe sich nie verbiegen lassen und stets nach der Prämisse gehandelt, dass die Zukunft in der Gegenwart gestaltet werde. Das habe Spuren hinterlassen. Schließlich umfasse ein 23-jähriges, ehrenamtliches Engagement als Gemeinderat mehr als die Hälfte der Geschichte Neustettens (die 1971 einsetzt). „Sie haben die Geschicke der Gemeinde mit gestaltet und mit getragen und damit einen wichtigen Beitrag zu deren Entwicklung geleistet“, sagte Schmid und schob nach: „Mir war es eine Freude, mit Ihnen 15 Jahre lang für Neustetten wirken zu dürfen.“
Bräuning will die freie Zeit nutzen und gemeinsam mit seiner Frau auf Reisen gehen. „Das konnten wir bisher nie machen, weil es immer Termine gab.“ Text und Bilder: rum
(c) Alle Artikel, Bilder und sonstigen Inhalte der Website www.tagblatt.de sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.
Bildergalerien und Videos
Lehrberuf Bootsbauer
Fußball und Feiern in Ergenzingen
Wurmlinger Pfingstritt 2013
42. Internationales U19-Jugendfußballturnier in Ergenzingen
Heutzutage wäre es kaum denkbar, dass jemand einen Barren mitten auf die Wiese stellt und damit die Leute begeistert. Im Jahr 1888 ist aber genau das in Lustnau geschehen. Es war der Anfang des Turn- und Sportvereins Lustnau. Am Montag feiert er seinen 125. Geburtstag.