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Bestätigung für gute Arbeit

Neustettens Bürgermeister Gunter Schmid wurde mit 98,2 Prozent im Amt bestätigt

Mit einer Wahlbeteiligung von 52,9 Prozent wurde Gunter Schmid gestern in Neustetten als Bürgermeister bestätigt. Er war ohne Gegenkandidaten angetreten und holte 98,2 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen.

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Frank Rumpel
Wahlsieger Gunter Schmid mit Sohn Lennart, Tochter Madeleine und seiner Frau Carmen. Statt Blumen ... Wahlsieger Gunter Schmid mit Sohn Lennart, Tochter Madeleine und seiner Frau Carmen. Statt Blumen gab‘s für sie einen Kuss zum Dank für die Unterstützung.Bild: Faden

Neustetten. Die Wetterverhältnisse waren widrig. Trotzdem hatten sich gestern Abend über 200 Neustetter und Neustetterinnen, Landrat Joachim Walter, etliche Bürgermeister aus dem Kreis, darunter auch Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher, Bürgermeister Volker Derbogen, Starzachs Bürgermeister Thomas Noé und Hirrlingens Bürgermeister Manfred Hofelich vor dem Rathaus versammelt. Geduldig warteten sie auf die Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses über die aufgestellten Lautsprecher.

Kurz nach 18.30 Uhr kam der stellvertretende Bürgermeister Andreas Braun ans Mikrofon: 1317 von 2491 Stimmberechtigten waren an die Urne gegangen. Das macht eine Wahlbeteiligung von 52,9 Prozent. Dieses Ergebnis löste lang anhaltenden Beifall aus. Als dann noch klar war, dass 1279 der abgegebenen gültigen Stimmen und damit 98,9 Prozent auf Schmid entfielen, gab es aus allen Ecken „Bravo“-Rufe.

Der Musikverein Wolfenhausen spielte, gerade als Lumpenkapelle vom Umzug in Dettingen zurück gekommen, zwei Märsche. Der Männergesangsverein aus Remmingsheim sang dem neuen alten Bürgermeister das „Bundeslied“, und der Musikverein Nellingsheim grüßte ihn unter anderem mit einem Marsch.

Da der 42-jährige Gunter Schmid ohne Gegenkandidaten angetreten war, konnte vor allem die Wahlbeteiligung als Kriterium dafür dienen, wie zufrieden die Bürgerinnen und Bürger mit seiner Politik der vergangenen acht Jahre waren. Etwas mehr als die 27 Prozent, die sein Gäufelder Kollege Johannes Buchter im vergangenen November geholt hatte, sollten es schon sein, meinte der Amtsinhaber mit gewissem Understatement vor der Wahl und zeigte sich nun hoch zufrieden. „Das ist eine Bestätigung für die vergangenen acht Jahre und eine Bestätigung für die Arbeit des Gemeinderats“, sagte er.

Und auch sonst waren sich in der Beurteilung des Ergebnisses alle ziemlich einig. „Darin spiegelt sich die Zufriedenheit mit ihrer Amtsführung wider“, sagte Andreas Braun. Schließlich habe Schmid in seiner ersten Amtszeit schwierige Aufgaben gemeistert, und gleichzeitig habe die Gemeinde „an allen Ecken investiert“. 16 Millionen Euro waren es, „und trotzdem ist Neustetten schuldenfrei“.

Landrat Joachim Walter sprach von einem „überragenden“ Wahlergebnis. „Das ist wohl nicht zu toppen, auch wenn wir wissen, dass Sie bei ihrer Arbeit stets gern die hundert Prozent wollen“, meinte Walter. Gomaringens Bürgermeister Manfred Schmiderer, Vorsitzender des Bürgermeister-Sprengels, sagte: „Von einem solchen Wahlergebnis können wir nur träumen.“

Und auch Falko Breuning, Abteilungskommandant der Feuerwehr und Mitglied des Gemeinderats, sagte, Schmid habe in diesen acht Jahren viel bewegt. „Er hat die Finanzen im Griff. Wir stehen besser da als jemals zuvor.“ Über 50 Prozent Wahlbeteiligung sei eine gute Bestätigung seiner Arbeit. „Er hat es verdient.“ Auch Alt-Bürgermeister Rudi Maier reihte sich in die lange Reihe der Gratulanten ein. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte er. „Ich habe noch vergangene Woche auf 51,52 Prozent getippt.“

Das sei nicht nur sein, „sondern unser Ergebnis“, betonte Gunter Schmid, der sich auch bei seiner Frau Carmen bedankte – und zwar mit einem Kuss. Eigentlich habe er ihr ja einen Blumenstrauß überreichen wollen, doch als er gehört habe, dass sie schon von einigen anderen Blumen bekomme, habe er gedacht: „Dann verschiebe ich das nochmal.“

Anders als bei seiner ersten Wahl vor acht Jahren, als er Alt-Bürgermeister Rudi Maier ablöste, gab Schmid gestern einen aus: ein Freigetränk für jeden. Das gab es im Gerätehaus der benachbarten Feuerwehr, wo es ab 19 Uhr bereits recht eng zuging. Die Wehr verkaufte Leberkäswecken und hatte außerdem eine Gulaschsuppe gekocht. „Wir wollten einfach was anderes anbieten, als Rote Wurst. Das kriegt man ja überall“, sagte Falko Breuning.

Allzu lang freilich durfte Schmid seinen Sieg gestern nicht feiern, denn heute Morgen um 7 Uhr hat er seine erste Sitzung. Ein ganz normaler Montag eben.

23.01.2012 - 08:30 Uhr

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