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Wasser wird teurer

Neustetten hebt die Gebühren an

Wasser- und Abwassergebühren in Neustetten steigen im nächsten Jahr. Allerdings liegen sie immer noch unterm Rottenburger Niveau. Der Gemeinderat stimmte außerdem für die Auflösung des Abwasserzweckverbands.

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Remmingsheim. Für eine moderate Anhebung der Wasser- und Abwassergebühren stimmte der Gemeinderat Neustetten bei seiner Sitzung am Montagabend. Bürgermeister Gunter Schmid hatte zuvor ausgeführt, dass die Gemeinde in den vergangenen drei Jahren rund 150 000 Euro zu wenig an Gebühren kassiert hat. Außerdem stehen größere Investitionen für die Kanalsanierung an (siehe Bericht unten „Arm, aber unverschuldet“).

Nach der Gebührenkalkulation könnte die Gemeinde bis zu 1,84 Euro pro Kubikmeter Wasser erheben, wenn sie auf ihren Restforderung bestehen würde. Will sie aber nicht. Bürgermeister Schmid sprach sich für eine moderate Anhebung von 1,35 auf 1,60 Euro pro Kubikmeter aus. Damit ist Neustetten immer noch der preiswerteste Anbieter im Landkreis (sonst 1,62 bis 2,49 Euro pro Kubikmeter).

Auch der Abwasserpreis soll leicht steigen, von 2,22 auf 2,35 Euro beim Schmutzwasser und von 0,33 auf 0,40 Euro beim Regenwasser. Durch die Gebührenanhebung wird jeder Neustettener durchschnittlich mit 7,50 Euro höheren Wassergebühren pro Jahr belastet. Fürs Abwasser rechnet die Verwaltung mit 3,90 Euro mehr pro Person und Jahr und fürs Regenwasser mit 10,50 Euro pro Grundstück, so dass eine Musterfamilie mit zwei Kindern, Haus und Garten rund 56 Euro Mehrkosten im Jahr hat. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Zugestimmt hat der Rat auch der Auflösung des Abwasserzweckverbandes Ergenzingen, der bisher Träger der dortigen Kläranlage war und für die Klärung des Abwassers aus Wolfenhausen zuständig ist. Die Anlage soll künftig in alleiniger Trägerschaft der Stadt Rottenburg betreiben werden, die das effektiver kann, da sie mehrere Kläranlagen zu betreiben hat. Für die Klärung des Wolfenhausener Abwassers schließt die Gemeinde Neustetten eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Stadt Rottenburg ab, und für ihren Anteil am Betriebsvermögen erhält sie rund 90 000 Euro ausgezahlt. ele

14.11.2012 - 08:30 Uhr

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