Neustetten bekommt Ausstellung für Betriebe und Vereine
Die Gemeinde Neustetten veranstaltet Ende April ihre erste Gewerbeschau. Der Gemeinderat stimmte dem zweitägigen Ereignis freudig und einstimmig zu
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Gert Fleischer
Das Bedürfnis, auf sich aufmerksam zu machen, zeigt sich hier an der Zufahrt zum Remmingsheimer Gewerbegebiet „Hauser Feld“. Ende April soll dort die erste Gewerbeschau Neustettens Tausende von Schaulustigen anziehen. Bild: Mozer
Neustetten. Bürgermeister Gunter Schmid und die Gemeindeverwaltung hatten die Angelegenheit ausgiebig für die Gemeinderatssitzung am Montagabend vorbereitet. Ausgangspunkt war die Landtechnik-Firma Martin Wandel, die am Samstag und Sonntag, 28. und 29. April, eine Hausausstellung mit Tag der offenen Tür geplant hat. Eine Umfrage übers örtliche Mitteilungsblatt habe ein starkes Interesse unter den anderen örtlichen Unternehmen dokumentiert, sich gemeinsam bei einer Gewerbeschau in Remmingsheim vorzustellen und somit gegenseitig vom Besucherstrom zu profitieren. Auch etliche Vereine wollen teilnehmen und ihr Angebot bekannt machen. Aktuell gebe es, Betriebe und Vereine zusammengerechnet, „35 Interessenbekundungen“, sagte Schmid.
Wandel hat nicht nur den Termin vorgegeben, sondern will auch mit dem örtlichen Posaunenchor bei sich die Bewirtung anbieten. Für Schmid fügt es sich sehr gut, dass außer Wandel im Gewerbegebiet „Hauser Feld“ nicht nur weitere Betriebe angesiedelt sind, sondern auch die Stäblehalle steht. Somit ließen sich Aussteller, die sich auf ihrem eigenen Gelände präsentieren, bestens kombinieren mit anderen, die einen Stand in der Halle anbieten. Zudem gebe es bei der Halle hinreichend Ausstellungs-Freifläche.
Bürgermeister Schmid hat sich bereits von einem erfahrenen Messe-Macher beraten lassen, der auch die weitere Organisation übernehmen soll: Dörr & Koltes. Diese Gesellschaft organisiert beispielsweise die Rottenburger pRo Regio, die Steinlachmesse oder die Tübinger Immobilienmesse.
Die Gemeindeverwaltung könne diese Arbeit nicht leisten, sagte Schmid. Aber die Gemeinde will als Veranstalterin und Trägerin finanziell großzügig sein bei der ersten Gewerbeschau. Denn die Ausstellung sei im Hinblick auf Gewerbeförderung und auf Standortförderung ein wichtiger Faktor. Ziel sei es, „Neustetten als interessanten Wirtschaftsstandort zu präsentieren“, sagte Schmid. Es sei „selbstverständlich, dass wir keinen Eintritt verlangen“.
Die Vereine sorgen für ein Rahmenprogramm. Von einer großen Eröffnungszeremonie hält Schmid nichts, denn „die Leute kommen, wenn es ihnen geschickt ist“. Wichtiger ist ihm, dass Kinder in der Halle betreut werden. In der Stäblehalle, die knapp 900 Quadratmeter Fläche bietet, gebe es zudem bereits für 285 Quadratmeter Ausstellungs-Interessenten.
20 000 Euro an Haushaltsmitteln stellt die Gemeinde für die Gewerbeschau zur Verfügung. Etwas mehr als die Hälfte davon geht an Dörr & Koltes. Vom Rest finanziert die Gemeinde Messehinweistafeln, bei Bedarf einen Belag zum Schutz des Hallenbodens sowie allgemeine Kosten wie Hallenmiete, Strom- und Wasserkosten, Hausmeister und Reinigungspersonal, Restmüllentsorgung.
Es gab viel Lob von Ratsmitgliedern für die Initiative. Etwas Kritik zog einzig die großzügige Kostenübernahme auf sich. Simon Steiff sagte: „Wir haben eine der niedrigsten Gewerbesteuern und machen auch Wirtschaftsförderung. Wenn jeder der Messeteilnehmer 200 Euro zahlt, haben wir die Kosten schon fast drin.“ Schmid beschrieb diverse Schwierigkeiten, etwa dass dann manche Interessenten nicht teilnehmen würden. Er wolle aber keinen kümmerlichen Messe-Start riskieren mit 15 statt 35 Ausstellern. Der Bürgermeister versprach dem Gemeinderat: „Beim zweiten Mal diskutieren wir auf einem anderem Niveau.“
Info Für Dienstag, 14. Februar, plant die Gemeinde eine Info-Veranstaltung für Firmen, die an der Gewerbeschau teilnehmen möchten.