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Mit Werkstatt und Garten

Gemeinderat Neustetten beschloss Pläne fürs neue Heimatmuseum

Im August diesen Jahres erwarb die Gemeinde Neustetten die ehemalige Neuapostolische Kirche für 210 000 Euro, um dort ein Heimatmuseum einzurichten. Am Montag genehmigte der Gemeinderat die Ausbaupläne.

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Remmingsheim. „Mit dem neuen Heimatmuseum werden wir uns sehen lassen können“, sagte Falko Breuning in der Sitzung. Das Gebäude sei prädestiniert für ein Museum, schloss sich Bürgermeister Gunter Schmid an, auch wenn es am Ortsrand liege. In einem alten Gebäude in der Ortsmitte hätte man sicherlich eine Million Euro in die Hand nehmen müssen.

Das Gebäude in der Nelkenstraße wird für rund 80 000 Euro umgebaut und erweitert. Einen Großteil der Kosten macht der barrierefreie Zugang aus, der im alten Heimatmuseum fehlte. In zwei Anbauten werden landwirtschaftliche Geräte ausgestellt und eine alte Schusterwerkstatt nachgebaut. Im Ober- und Untergeschoss wird eine Ausstellungsfläche von zirka 150 Quadratmetern zur Verfügung stehen, die von Familie Neuendorf betreut wird. Auch ein Bauerngarten ist angedacht.

Wald und Friedhöfe,

Häckselplatz, Schulen

Der Gemeinde Neustetten gehören 76 Hektar Wald, die nachhaltig bewirtschaftet werden. Der Wald habe sich nach den Stürmen gut erholt, sagte Revierförster Raik Tänzer vom Landratsamt Tübingen, auch wenn sich der Sturm Lothar von 1999 noch immer auf die Stammdicke auswirke. Von 200 Festmetern Holz, die jedes Jahr eingeschlagen werden, können gut die Hälfte verkauft werden. Die derzeit hohen Holz- und Brennholzpreise lassen die Gewinne steigen. So stehen Ausgaben von 11 500 Euro – unter anderem für Holzverarbeitung und Kultivierung – Einnahmen von 7100 Euro gegenüber.

Der Gemeinderat hatte in seiner Januarsitzung beschlossen, die drei Neustettener Friedhöfe nach Flächen für alternative Begräbnisformen untersuchen zu lassen. Das Büro Gfrörer aus Empfingen erarbeitete die Friedhofkonzeption 2025, in der neben Reihen- und Wahlgräbern auf allen drei Friedhöfen auch (anonyme) Rasengräbern in einem separaten Grabfeld angeboten werden.

Der Häckselplatz der Gemeinde erfreue sich auch überregional großer Beliebtheit, sagte Gunter Schmid. Dabei müsste er eigentlich „Grüngutsammelannahmestelle“ heißen. Hierbei übernehme die Gemeinde Aufgaben des Kreises, denn Grasschnitt sei Müll und verursache Kosten. Um sich der Besucherfrequenz des Platzes anzupassen, wurden neue Öffnungszeiten beschlossen: ganzjährig samstags von 13 bis 16 Uhr.

In den Grundschulen in Remmingsheim und Wolfenhausen werden dieses Jahr 20 Schüler weniger unterrichtet als im Vorjahr. Seit dem Schuljahr 2005/2006 sei die Gesamtschülerzahl um zirka 30 Prozent auf 122 gesunken, sagte Gunter Schmid. Das Positive daran seien die kleinen Klassen.dun

24.10.2012 - 08:30 Uhr

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