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Etwas außer Atem

Feuerwehr-Versammlung wegen Alarm verspätet

Ausgerechnet wenige Minuten vor Beginn der Jahreshauptversammlung musste die Freiwillige Feuerwehr Remmingsheim am Samstagabend zu einem Kaminbrand ausrücken – an einen Ort, der schlimme Erinnerungen weckte.

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Remmingsheim. „Ich bin noch etwas außer Atem“, bekannte Abteilungskommandant Falko Breuning, als er die Hauptversammlung mit etwa einstündiger Verspätung eröffnete. Kurz vor dem geplanten Beginn hatte ein Einsatzalarm die rund 30 Kameraden von den Stühlen im Remmingsheimer Gasthaus „Krone“ gerissen.

Mit Bürgermeister Gunter Schmid im Schlepptau eilten sie zum Einsatzort in Nellingsheim, wo ein Kamin brannte. Verletzte gab es glücklicherweise nicht, der Besitzer hatte die Lage bereits selbst unter Kontrolle gebracht. Während der Nellingsheimer Löschzug noch auf den Schornsteinfeger wartete, konnten die Remmingsheimer wieder zu ihrer Versammlung zurückkehren. Schlimme Erinnerungen dürfte der Einsatz dennoch ausgelöst haben. Es brannte ausgerechnet dort der Kamin, wo vor sieben Jahren der Wolfenhausener Feuerwehrmann Andreas Braun verunglückt war. Er ist seitdem querschnittsgelähmt.

Ähnlich schlimme Vorfälle hat es im letzten Jahr nicht gegeben. Der Kommandant der Gesamtfeuerwehr Neustetten, Hans Jörg Bubeck, sprach von „relativ unbedeutenden Einsätzen“. Neun Mal rückte die Neustetter Wehr 2011 aus, sechs Mal waren die Remmingsheimer Kameraden beteiligt. 2012 gab es drei Einsätze. Größte Herausforderung war der Brand einer Heizungsanlage Anfang Februar: Den Feuerwehrleuten machten eingefrorene Schläuche und zugefrorene Kanaldeckel zu schaffen.

„Ich weiß, was ich an der Feuerwehr habe“, sagte Bürgermeister Schmid. Ausstattung und Ausbildung seien überdurchschnittlich gut, genauso wie das Personal. 37 Männer und eine Frau sind für die Remmingsheimer Wehr im Einsatz.

Eine kritische Anmerkung hatte Schmid dann aber doch: Im Feuerwehrausschuss wird in diesem Jahr entschieden, ob die alten Ausgehuniformen durch neue ersetzt werden sollen. „Die Feuerwehr kann wichtigere Investitionen tätigen“, meinte Schmid. Die Anschaffungskosten für die rund 145 Aktiven in ganz Neustetten schätzte er auf r 30 000 Euro. Möglicherweise bleibt dem Gemeinderat eine Entscheidung darüber aber erspart: Abteilungskommandant Falko Breuning sah es ähnlich wie der Bürgermeister, und aus den Reihen der Kameraden hieß es, dass die neuen Uniformen „sowieso nicht schön sind.“

Auch bei der Wahl der Kommandanten herrschte weitgehend Einigkeit: Mit 30 von 32 Stimmen wurde Falko Breuning für fünf Jahre bestätigt.

Ein Thema im Vorstand dürfte die Alarmierungs-Methode sein. Weil die Sirene nicht überall im Ort zu hören ist, könnte die Information über Einsätze künftig zusätzlich per Handy kommen. Wegen zusätzlicher Kosten und der lückenhafte Netzabdeckung besteht aber noch Diskussionsbedarf.sh

27.02.2012 - 08:00 Uhr

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