Offene Tür beim Naturschutzbund in Nehren – mit neuer Vogel-Vitrine als Besucherattraktion
Das Waldhaus der Nehrener Gruppe des Naturschutzbundes hat eine weitere wesentliche Bereicherung erfahren: eine Vogel-Vitrine. Am Sonntag wird sie vorgestellt, bei einem Tag der offenen Tür.
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Jürgen Jonas
Neuer Vogel-Vitrine mit schönem Ortsbild-Hintergrund. Bild: Franke
Nehren. Am Nehrener Schützenhaus vorbei. Hinter der Dölkerhütte geht es links hinunter, entlang der „Baum des Jahres“-Allee. Gradeaus trifft man am Rand des Forstes aufs „Waldhaus“ der Nehrener Nabu-Gruppe. In langer Arbeit haben die aktiven Mitglieder eine zusätzliche Attraktion geschaffen, die den Besuch in dem ehemaligen Verstärker-Gebäude der Post lohnenswert macht.
Eine große beleuchtete Vogel-Vitrine. Lange haben sie den Plan erwogen, viel über die Gestaltung diskutiert. Geboren wurde die Idee bei einer vogelkundlichen Exkursion ins Ried bei Bad Wurzach. Dort trafen sie in einem Nabu-Haus auf eine Vogel-Vitrine, die zum Vorbild wurde.
Freilich, die Nehrener haben eine eigene. Die Ausstellungsstücke kommen aus einer Haushaltsauflösung und aus dem Besitz von Rolf Schneider, Werner Dürr und Martha und Georg Mosbacher.
Birkhahn, Auerhahn, Waldkauz, Schnepfe. . .
Zu sehen sind Birkhahn, Auerhahn, Waldkauz und auch eine Waldschnepfe. Dazu kommen Iltis, Dachs und Wiesel, ein Eichhörnchen fehlt nicht. Und wie sieht eigentlich ein Kernbeißer aus?
Viel Federvieh ist versammelt, vom Sperber über Seidenschwanz bis zur Schleiereule. Als Dekoration ein Reisig-„Büschele“ oder ein Spaltblock mit einer Axt, auf deren Stiel ein Rotkehlchen sitzt. Herbert Knoll und Hans-Jürgen Müller haben den wunderwerklichen Apfelbaumstamm als Vogel-Sitzplatz eingepasst. Abgestorben stand er in der Landschaft, wie alle Holzteile musste er lange in die Trocknungsanlage der Schreinerei Ruoff, um die madigen Bewohner auszutreiben. Den Hintergrund bildet eine Dorfansicht mit dem Turm des Veitskrichleins, gestaltet von Malermeister Werner Nill und seinem Sohn. Viel zu sehen.
Eine solche Einrichtung unter Verschluss zu halten, wäre praktisch ein Vergehen. Am Sonntag ist deshalb Tag der offenen Tür, dann wollen die „Nabuler“ ab 11 Uhr morgens zum Weißwurstfrühstück möglichst viele Naturfreunde willkommen heißen und bewirten. Um 17 Uhr wird hinterm Haus ein Lagerfeuer entzündet. Ein weiterer Höhepunkt: Der Biologe Martin Salcher wird am Sonntag, ab 15 Uhr, eine Führung anbieten, hin zur südlichen Binsenjungfer, zu einer hier in der Gegend sehr seltenen Libellenart, zu finden bei den Teichen im Spundgraben.
Info: Zum Vereinsheim des Nabu „Im Spundgraben“ gelangt man von der L 384 über den Herdweg, unter der Bahnunterführung durch, dann links, am Schützenhaus vorbei, oben links geradeaus den Weg hinunter.