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Zügig zweizügig

Firstwaldgymnasium: Bewerbungslage gut

Eine gute Woche vor dem Ende der Bewerbungsfrist für das kommende Schuljahr ist für das Firstwaldgymnasium in Kusterdingen so gut wie sicher: Die neuen Fünftklässler bilden zwei Klassen.

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Ulrike Pfeil

Kusterdingen. Schulleiter Helmut Dreher ist mit den Anmeldungen in der Kusterdinger Außenstelle des Mössinger evangelischen Gymnasiums sehr zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir die Zweizügigkeit in Kusterdingen anpeilen können“, sagt Dreher.

Auf diesem Gelände wird im September mit dem Neubau des Kusterdinger Firstwaldgymnasiums begonnen: ... Auf diesem Gelände wird im September mit dem Neubau des Kusterdinger Firstwaldgymnasiums begonnen: Rechts die August-Lämmle-Schule, die übergangsweise als Schulstandort dient, hinten die Härten-Sporthalle. Vorne am Zaun entlang verläuft die Mozartstraße. Bild: Pfeil

Bis gestern lagen 39 Bewerbungen für die fünfte Klasse des Schuljahrs 2013 / 14 in Kusterdingen vor. Die Schule hatte sich ursprünglich als Ziel gesetzt, bei mindestens 40 Anmeldungen mit zwei Klassen in den neuen Jahrgang einzusteigen. Doch diese Zahl ist nicht zementiert, es könnte in diesem Fall die Zweizügigkeit auch bei 38 beginnen.

Wichtig ist für Dreher vor allem, dass die noch junge weiterführende Schule in Kusterdingen keine Bewerber abweisen muss. Das war vor zwei Jahren der Fall, als das Firstwaldgymnasium mit seiner ersten fünften Klasse startete. Weil Schüler aus den Härtenorten an dem Kusterdinger Gymnasium bevorzugt aufgenommen werden, hatte eine Reihe von Interessenten das Nachsehen. Nur drei von 27 Fünftklässlern kamen anfangs von auswärts.

Der Schulleitung ist sehr daran gelegen, dass sich das Einzugsgebiet der Kusterdinger Außenstelle erweitert und die Schule auch für Schüler aus umliegenden Gemeinden attraktiv wird. Das ist in diesem Jahr offensichtlich gelungen: Mit Anmeldungen aus Wannweil, Kirchentellinsfurt, Reutlingen und Tübingen – abgesehen von denen aus Kusterdingen – habe die Schule einen „guten Einzugsbereich“ erschlossen, sagt Dreher.

Damit sind auch die Sorgen weggeblasen, dass die bisherigen Räumlichkeiten in der Kusterdinger August-Lämmle-Schule bei Schülern und Eltern zu wenig Eindruck machen könnten. Eine sehr engagierte Präsentation von Schülern und Lehrern am „Tag der offenen Tür“ habe den Geist der Schule dennoch sehr gut vermittelt, meint der Schulleiter.

„Soziales Lernen“ ist ein Schwerpunkt im Profil der privaten Ganztagesschule, deren Mössinger „Mutterschule“ 2010 mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Dazu gibt es in den Klassen 5 bis 7 das Fach „Theaterpädagogisches Lernen“. Die Schule führt in acht Jahren mit einem naturwissenschaftlichen und einem sprachlichen Zweig zum Abitur.

Dreher räumt ein, dass die Zweizügigkeit bei einer etwas größeren Schülerzahl pro Jahrgang leichter und wirtschaftlicher zu organisieren wäre. 46 wären aus Sicht des Rektors für Kusterdingen eine „schöne Zahl“; in Mössingen rechnet man mit 56 Schüler(inne)n für zwei Klassen. „Das ist unser Planungsziel auch in Kusterdingen“, sagt Dreher.

Um dem einen oder anderen Interessenten noch etwas Bedenkzeit zu geben, wird das Gymnasium die Anmeldefrist, die zunächst am 1. März enden sollte, möglicherweise noch etwas hinausschieben, da sie auch bei den staatlichen Schulen bis zum 20. März geht.

Keinen weiteren Aufschub soll es bei dem bereits beschlossenen und fertig geplanten Neubau geben. Wie berichtet, bekommt das neue Gymnasium für rund 9,5 Millionen Euro einen Atriumsbau mit überdachtem „Innenhof“ auf dem Gelände im Winkel zwischen der August-Lämmle-Schule und der Härten-Sporthalle. Der Termin für den ersten Spatenstich steht bereits in Drehers Terminkalender: 21. September, 14 Uhr.

Der Fünftklässler-Jahrgang 2014 /15, so ist die Planung und die Hoffnung, soll dann mit den Vorläuferklassen bereits das neue Gebäude nutzen können.

21.02.2013 - 08:30 Uhr

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