Peter Maier, Helmut Grauer und Karlheinz Zeeb möchte der Kirchentellinsfurter Bürgermeister Bernhard Knauss gerne die Bürgermedaille verleihen.
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Sabine Lohr
Helmut Grauer
Kirchentellinsfurt. Wenn der 72-jährige Peter Maier zu einem Vortrag lädt, dann sind in der Regel alle Stuhlreihen besetzt. Wie kein anderer kennt sich Maier in der Geschichte von Kirchentellinsfurt aus. Der ehemalige Lehrer kann unterhaltsam über das frühere Leben im Großen Schloss berichten und über die Eisenbahn, über die wilhelminische Ära und über den Gesangbuchstreit. Seine Forschungen und sein Wissen hat der CDU-Gemeinderat in zahlreichen Schriften und Büchern veröffentlicht. Dazu gehört auch die umfangreiche „Ortschronik von Kirchentellinsfurt“, die er zusammen mit Andreas Heusel vor fünf Jahren herausbrachte, als die Gemeinde ihren tausendsten Geburtstag beging. Es sei Peter Maier „gelungen, das Interesse der Bürgerschaft an der Geschichte und Entwicklung unserer Gemeinde auf einem hohen Niveau zu fördern“, schreibt Bürgermeister Bernhard Knauss in der Begründung zur Verleihung der Bürgermedaille.
Karlheinz Zeeb
Nicht das historische Interesse, aber die Freude an Bewegung gefördert hat Helmut Grauer. Der 70-Jährige ist seit 35 Jahren erster Vorsitzender des Turnerbundes Kirchentellinsfurt (TBK), in dem mitnichten nur geturnt wird. Grauer selbst hat Fußball gespielt – und gepfiffen. Besonders die Jugendarbeit sowie die Integration und das Heranführen junger Menschen an den Vereinssport sei ihm immer am Herzen gelegen, schreibt Knauss. „Das ist ja unsere Aufgabe als Verein“, räumt Grauer bescheiden ein. Er habe, sagt er, halt geschaut, „dass die Jonge aanekommet“. Der seit drei Jahren selbstständige Finanzdienstleister hat sich außerdem bei der Feuerwehr engagiert, wo er 30 Jahre lang aktiv war. Und er ist im Kulturausschuss der örtlichen Vereine, Kirchen und Schulen.
Peter Maier
Noch ein Jahr länger, seit also 36 Jahren, führt Karlheinz Zeeb den CVJM Kirchentellinsfurt. Auch ihn schlägt Bürgermeister Knauss für die Bürgermedaille vor, denn Zeebs „Initiative und Engagement ist es wesentlich zu verdanken, dass der CVJM in Kirchentellinsfurt zu den größten Vereinen unserer Gemeinde zählt und in der Jugendarbeit vorbildliche Arbeit leistet“. Der 68-jährige Karlheinz Zeeb ist, wie er sagt, schon sein ganzes Leben im CVJM, „mit neun Jahren durfte ich in die Jungschar“. Nach und nach habe er sich dann immer mehr engagiert. Längst ist er Kirchengemeinderat und zudem aktiv in mehreren örtlichen Vereinen und Hilfsorganisationen. In Kirchentellinsfurt genieße er, so Knauss, „aufgrund seiner hohen menschlichen Integrität überall großes Ansehen“.
Am Donnerstag, 19. Januar, soll der Gemeinderat über die Vergabe der Bürgermedaillen beschließen, die Verleihung ist beim Jahresempfang am 16. März in der Richard-Wolf-Halle vorgesehen.
Bisher haben fünf Kirchentellinsfurter diese Medaille bekommen: Walter Tiedemann, der seine umfangreiche Sammlung historischer Gegenstände der Gemeinde vermacht hat, die in der Altenarbeit engagierte Helene Rabe-Fischer, der langjährige Gemeinderat und VdK-Vorsitzende Fritz Marquardt, der Gemeindepfarrer Wilhelm Eberle und zuletzt der langjährige Gemeinderat Helmut Knoblich.