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Kirchentellinsfurt

Insolvenz angemeldet

Die Kirchentellinsfurter Textilfirma Einhorn hat am Dienstag beim Amtsgericht Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Reutlinger Rechtsanwalt Jürgen Sulz eingesetzt.

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Kirchentellinsfurt. Der Insolvenzantrag kam nicht überraschend. Wie berichtet, hatte ein Firmensprecher vergangene Woche die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens eingeräumt, das 2007 vom Münchner Finanzinvestor Aurelius gekauft wurde.

Dem Hemdenhersteller mit bis vor kurzem noch 79 Mitarbeitern waren mit der Kündigung des wichtigsten Lizensgebers Thommy Hilfiger 60 Prozent des Umsatzes weggebrochen. Die derzeit noch 65 Beschäftigten – die meisten davon Frauen – erhalten nun erst einmal für drei Monate Insolvenzgeld. Bei weiteren, kürzlich gekündigten Mitarbeitern laufen Kündigungsschutzklagen.

Gestern stellte sich der vom Gericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter, der Reutlinger Anwalt Jürgen Sulz, der Belegschaft vor. Näheres zur Situation bei Einhorn könne er noch nicht sagen, erklärte Sulz dem TAGBLATT auf Anfrage. Er habe noch „keinen ausreichenden Überblick“. Eine positive Nachricht hatte er immerhin: Die Auslieferung sei wieder angelaufen.

„Alles ist ungewiss“, sagte gestern die Betriebsratsvorsitzende Sabine Wagner über die Zukunft bei Einhorn. Doch die Insolvenz sei „eine Chance für den Betrieb.“ Der Betriebsrat hoffe sehr, dass sich für Einhorn ein Käufer findet, mit dem „möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben“.

uha

19.08.2010 - 08:30 Uhr | geändert: 19.08.2010 - 16:06 Uhr
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