In Kirchentellinsfurt spielten zehn Kinder Robin Hood
Spiel, Spaß und Abenteuer versprach das Robin Hood Ferienlager, bei dem Kinder Bogenschießen lernten.
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Annemarie Drüing
Beim Robin Hood Ferienlager in der Kirchentellinsfurter Bogenwelthalle zielten die Kinder auf Tiere aus Plastik. Von links im Bild zu sehen sind Babett (11), Elisabeth (9), Kevin (9), Ben (10), David (10), Theo (10), Marvin (10) und Paul (8) und der Betreuer Timon Zietlow. Bild: Sommer
Kirchentellinsfurt. Sie erinnerte ein bisschen an einen echten Wald, die Einrichtung der Bogenwelthalle, in der sich zehn Kinder im Umgang mit Pfeil und Bogen versuchten. Überall sah man Tiere aus Wald und Flur in Form von Plastik-Figuren oder auf Bildern.
Es gab keinen Moment, in dem man nicht ein Kind auf ein Wildschwein, einen Feldhasen oder auch einfach nur auf eine Dartscheibe schießen sah. Betreut wurden die Kinder von dem 20-jährigen Studenten Timon Zietlow.
Am Ende des Tages wurde der Sieger des Turniers zum Robin Hood gekürt, außerdem bekamen alle Kinder eine Urkunde. Sieger wurde das Kind, das in den verschiedenen Disziplinen die meisten Punkte gesammelt hatte. Was die Kinder aber am meisten motivierte, war nicht nur der Spaß am Schießen an sich, sondern auch die Tatsache, dass jedes Kind nach Abschluss des Turniers einen Preis mit nach Hause nehmen durfte.
Was die Spannung noch erheblich steigerte, war, dass keins der Kinder wusste, was für einen Preis es geben würde. Doch eins war klar: „Der Sieger kriegt einen größeren Preis als die Anderen“, stellte die neunjährige Elisabeth Väterlein fest. Sie war eines von nur zwei Mädchen, die beim Bogenschießen mitmachte.
Dabei betonte Engelbert Tschernitsch von der Firma Bogenwelt, dass es sehr schade sei, dass es immer mehr Jungen als Mädchen beim Bogenschießen gebe, denn „die Mädchen können das genauso gut“. In erster Linie gehe es nämlich um Konzentration und Geschick, so Engelbert.
Die Kinder stellten sich tatsächlich sehr geschickt an, allerdings wurde es manchmal auch gefährlich, nämlich dann, wenn der Bogen von seinem Ziel abprallte und auf die kleinen Schützen zuflog. „Wir haben aber noch niemanden getötet“, sagte die elfjährige Babett Eichler mit einem Schmunzeln.