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Näher bei den Menschen

Neue Anlaufstelle der Sozialstation in Hirrlingen eingeweiht

Mit ökumenischem Segen und einem Tag der offenen Tür, zu dem gut 150 Besucher kamen, wurde am Sonntagmittag das neue Hauptquartier der Sozialstation-Pflegegruppe 1 im Hirrlinger Frauenhof eingeweiht.

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willibald ruscheinski
Im Erdgeschoss des Hauses Frauenhof 1 in Hirrlingen hat die Sozialstation Rottenburg jetzt eine von ... Im Erdgeschoss des Hauses Frauenhof 1 in Hirrlingen hat die Sozialstation Rottenburg jetzt eine von künftig drei Anlaufstellen eingerichtet. Zur Weihe kamen die Christen beider Konfessionen mit Fahnen gezogen.Bild: Groebe

Hirrlingen. Schon bislang war die ambulante Pflege der Sozialstation Rottenburg in drei Pflegegruppen aufgeteilt, sagt Lieselotte Hoch, die das vierzehnköpfige Team im Frauenhof leitet. Neu ist seit diesem Jahr die Abgrenzung der Pflegebezirke: Von der Hirrlinger Anlaufstelle aus werden jetzt neben Hirrlingen und Starzach jetzt auch alle Rottenburger Stadtteil südlich des Neckars betreut.

Vor allem neu aber sind die beiden zusätzlichen Außen-Büros selbst, die in Ergenzingen und Hirrlingen etabliert wurden. Sie sollten als weiter draußen postierte Anlaufstellen Fahrtzeiten sparen und generell die Organisation der Pflege in der Fläche erleichtern. Die Sozialstation verfolge damit „das Ziel, näher bei den pflegebedürftigen Menschen zu sein“, sagte Geschäftsführerin Daniela Brunner bei der Eröffnung am Sonntag. Und sie reagiere damit auf die demographischen Veränderungen in einer älter werdenden Gesellschaft, mit denen ein Anstieg der Pflegebedürftigkeit einhergehe.

Ein Punkt, den Bürgermeister Manfred Hofelich in seinen Grußworten ebenfalls ansprach. Der demographische Trend mache auch vor Gemeinden wie Hirrlingen nicht halt, wo neuerdings die Zahl der Unter-18-Jährigen abnehme und eine Mehrheit der Bevölkerung älter als 46 ist. Ungebrochen sei aber der Wunsch, auch das Alter, so lange es geht, in der vertrauten Umgebung zu verbringen.

Dezentralisation und mehr Präsenz vor Ort seien auch deshalb für den ländlichen Raum „wichtiger als je zuvor“, freute der Schultes sich über die neue Einrichtung. Die Hirrlinger, so Hofelich, erinnerten sich noch immer gern an die Schwesternstation der Vinzentinerinnen, die von 1905 bis 1992 am Ort existierte und außer der Betreuung von Kindergartenkindern auch Aufgaben der Pflege wahrgenommen habe.

Daniela Brunner kündigte an, dass die Sozialstation neben den bekannten Pflegeleistungen künftig auch „neue bedarfsorientierte Betreuungsangebote“ auf den Dörfern schaffen wolle. Klar ist auch, dass sie dort mit mehr Info- und Vortragsveranstaltungen präsent sein will. Der Eröffnung am Sonntag war ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Martin vorausgegangen; anschließend segneten Diakon Godehard König und die evangelische Pfarrerin Monika Schnaitmann die neuen Räume.

11.10.2011 - 23:30 Uhr

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