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Zwei Brüder gründeten den Betrieb

Hirrlinger Glaserei Zug wird 50 Jahre alt

Die dritte Generation arbeitet schon mit in der Hirrlinger Glaserei Zug, die heuer fünfzigjähriges Bestehen feiert.

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Werner Bauknecht
Die Hirrlinger Glaserei feiert heuer ihr 50-jähriges Firmenjubiläum: Von rechts: Senior-Chef ... Die Hirrlinger Glaserei feiert heuer ihr 50-jähriges Firmenjubiläum: Von rechts: Senior-Chef Erwin Zug, Chef Egon Zug, Sergej Holm, Alexander Walter, Sohn Jonas Zug. Bild: Mozer

Hirrlingen. Begonnen hatte alles 1960 mit den beiden Hirrlinger Brüdern Erwin und Hans Zug, Schreinermeister der eine, Glasermeister der andere. Hans, der jüngere, hatte einige Zeit im Schweizer Arosa gearbeitet und kam 1959 zurück. Erwin war zehn Jahre als Schreiner in einer Möbelfabrik in Frommern angestellt.

„Ich hatte früh den Drang, mich selbständig zu machen“, erinnert sich Erwin Zug. „Außerdem wollte ich nicht jeden Tag nach Frommern fahren.“ Also bauten die beiden eine Werkstatt in der Lindenstraße, wo der Betrieb bis heute ist. War es anfangs noch die „Schreinerei und Glaserei Gebrüder Zug“, konzentrierten sie sich schon drei Jahre später ganz auf die Glaserei: „Das Glasergeschäft lief gut“, erinnert sich Zug Senior. Ihr erster Auftrag kam aus Hirrlingen, der zweite von einer Rottenburger Firma. „Und die ging Konkurs. Das Geld haben wir nie gesehen.“

Sein Sohn Egon Zug leitet den Betrieb seit 1993. Der gelernte Kunstglaser hat sein Meisterstück noch heute in der Werkstatt hängen, eine Szene, die einen Windsurfer im Wellengang zeigt. Eine Woche hat er an dem Stück gearbeitet. Im Augenblick hat der Betrieb einen Gesellen und zwei Auszubildende, einer davon ist Egon Zugs Sohn. Die Nachfolge ist damit aber noch nicht geregelt. „Man weiß schließlich nie, was der Nachwuchs später mal macht“, sagt Zug.

Zu seinen schönsten Aufträgen zählt er eine Altbausanierung in Tübingen und Projekte,, bei denen die Architekten Fantasie walten ließen, und großflächige, helle Häuser mit außergewöhnlichen Glas- und Fensterkonstruktionen herauskamen. Die Zukunft seiner Branche sieht er positiv. „Durch die Energieeinsparungsverordnungen werden die Umbauten und Aufrüstungen vom Staat bezuschusst.“ Ihm ist auch aufgefallen, daß viele Ältere lieber ins Haus investieren, weil sie Angst vor einer Geldentwertung haben.

Seine Arbeit macht ihm nach wie vor Spaß. Er schätzt daran die Abwechslung. „Wenn ich jeden Tag dasselbe machen müßte“, sagt Zug, „ich würde den Beruf wechseln.“

08.07.2010 - 08:30 Uhr
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