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Keine Baupause am Kloster

Hirrlinger Gemeinderat beriet den Haushaltsentwurf für 2010

Mit einem Volumen von 7,6 Millionen Euro fällt der Hirrlinger Haushalt 2010 deutlich kleiner aus als der des Vorjahres. Hauptinvestitionsposten ist weiterhin die Sanierung des Klosters

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hete henning

Hirrlingen. Trotz allgemein knapper Kassen sei nicht daran gedacht, bei der Klostersanierung eine Baupause einzulegen, beantwortete Bürgermeister Manfred Hofelich am Dienstag in der Gemeinderatssitzung die Frage eines Bürgers. Bei Verzögerungen gingen sonst, weil bestimmte Baufristen einzuhalten seien, Zuschüsse des Landes verloren. Zudem wolle die Gemeinde die Wohnungen innerhalb des Klosters vermieten – je später die Fertigstellung, desto mehr Geld gehe auch dort verloren.

2 180 000 Euro sind für die Sanierung des Klosters im diesjährigen Jahr im Haushaltsentwurf angesetzt, den der Gemeinderat am Dienstag beriet und einstimmig guthieß. Auf der Einnahmenseite geht die Gemeinde von Sanierungszuschüssen in Höhe von 912 000 Euro aus. Ein weiterer Großposten im Etat sind die 208 000 Euro, die für die energetische Sanierung des Schulhauses angesetzt sind; hier ist ein Vollwärmeschutz fällig. Vom Land kommen dafür 157 000 Euro, so dass die Gemeindekasse im Endeffekt mit 51 000 Euro belastet wird. Auch das Gebäude Brunnenstraße 11, das sich im Besitz der Gemeinde befindet, soll für 47 000 Euro modernisiert werden (hier kommt ein Zuschuss über 30 000 Euro), und die katholische Kirchengemeinde soll 60 000 Euro für die Heizungsumstellung im Kindergarten St. Josef bekommen. Für die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses sind weitere 40 000 Euro angesetzt.

All das führt zu einem Vermögenshaushalt mit einem Volumen von knapp 2,8 Millionen Euro. 1,2 Millionen sollen den Rücklagen entnommen werden, was deshalb möglich ist, weil vergangenes Jahr die Rücklagen kaum angegriffen werden mussten.

Auf den Verwaltungshaushalt entfallen 2010 rund 4,85 Millionen Euro, das sind rund 750 000 Euro weniger als im Vorjahr. Grund für diese Veränderung sind unter anderem der gesunkene Einkommensteueranteil der Gemeinde und die schrumpfenden Gewerbesteuereinnahmen bei gleichzeitig geringeren Schlüsselzuweisungen. Letztere betrugen 2009 noch knapp eine Million Euro und werden nun vermutlich auf maximal 565 000 Euro sinken.

Dahinter steckt unter anderem der Rückgang der Einwohnerzahl: Diese lag am 30. Juni 2008, dem entscheidenden Stichtag, bei 2996 Menschen. Ein Jahr später wurden hingegen nur 2933 Einwohner gezählt. Grund für diesen Rückgang ist laut Hofelich nicht nur, dass mehr Menschen gestorben sind als geboren wurden, sondern auch die Abwanderung einiger Einwohner. Innerhalb des Landkreises sei der Hirrlinger Bevölkerungsrückgang „einer der deutlichsten“.

Die Hirrlinger können sich schon jetzt auf eine Erhöhung der Friedhofsgebühren einstellen. Bei weitem nicht kostendeckend arbeitet auch das Backhaus der Gemeinde; was zu tun ist, soll in einer der künftigen Gemeinderatssitzungen beraten werden.

Der Etatentwurf wird vom 8. bis 12. Februar im Rathaus zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegt.

28.01.2010 - 08:30 Uhr
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